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Lotto-Totostrategen.de » Lotto » Lottohelden Info Board » Analyse und Auswertung der Spielangebote von Lottohelden 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Dabei seit: 06 Oct, 2017
Beiträge: 65

Lampe Analyse und Auswertung der Spielangebote von Lottohelden Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Nach eingehender Analyse nahezu aller Spielangebote von Lottohelden (Stand: 25.10.2020), möchte ich mit diesem Beitrag einen kleinen Einblick hinter die Kulissen dieser Glücksspiele geben und meine mathematisch begründete Einschätzungen dazu abgeben, welche dieser Spiele vergleichsweise gut sind und welche man unbedingt meiden sollte. Der Grund, weshalb ich Lottohelden für diese ausführliche Spielauswertung ausgewählt habe, liegt daran, dass man dort alle Lotterien (mit Ausnahme von LOTTO 6aus49, EuroMillions und SonntagsLotto) zu den besten Konditionen spielen kann, was auch an dem nachfolgenden Preisvergleich ersichtlich ist:



Einen ehrlichen Vergleich von Wettanbietern und Lotterien findet man übrigens im Internet vergeblich, da sich nicht nur die Lotterieanbieter, sondern auch nahezu alle Lotterie-Vergleichsportale durch Affiliate-Links ebenfalls an den langfristig sicheren Verlusten der Spieler bereichern möchten. Aus diesem Grund werden selbst die für die Spieler schlechtesten Lotterieangebote (wie zum Beispiel PowerBall und MegaMillions) noch als lukrative Lotterien dargestellt und selbst die Wettanbieter mit den größten Wucherpreisen (wie zum Beispiel Lottokings oder Wintrillions - siehe Tabelle oben) noch als empfehlenswert und seriös angepriesen.

Da ich jedoch von keinem Lotterieanbieter Provisionen für die Vermittlung von Lottotipps erhalte und auch für diesen Beitrag nicht bezahlt wurde, kann ich somit auch die Nachteile bestimmter Lotterien völlig offen ansprechen (die selbstverständlich nicht auf der Homepage von Lottohelden oder auf anderen Lotterieseiten genannt werden) und eine neutrale Einschätzung zum Vorteil des Spielers (und nicht zum Vorteil für mich oder Lottohelden) abgeben. In diesem Beitrag werdet ihr daher viele wichtige Informationen erhalten, die ihr sonst auf keiner anderen Internetseite findet.

Einleitend sei noch erwähnt, dass ich mit diesem Beitrag keine Empfehlung für irgendein bestimmtes Spielangebot aussprechen möchte. Denn ganz unabhängig davon, wie hoch die durchschnittliche Ausschüttungsquote (in diesem Beitrag mit "Ø AQ" abgekürzt) auch sein mag, so verliert man doch in den allermeisten Fällen bei jedem Glücksspiel Geld. Der Zweck dieses Beitrags ist somit aufzuzeigen, bei welchen Spielen man längerfristig rein mathematisch betrachtet die größten bzw. geringsten Verluste zu beklagen hat. Sowohl Spieler als auch Nichtspieler werden in diesem Beitrag aber auch nützliche Informationen finden, die sie darin bestärken sollen in Zukunft nicht mehr bzw. auch weiterhin nicht an Glücksspielen teilzunehmen. Hauptsächlich sollen aber vor allem die Spieler angesprochen werden, die sich z. B. aufgrund von Spielsucht trotz aller logischer Argumentation nicht davon abbringen lassen wollen (oder können) ihr Glück weiterhin auf die Probe zu stellen, indem sie durch die in diesem Beitrag bereitgestellten Informationen möglichst dazu animiert werden, ihr Geld zumindest in die Glücksspiele zu stecken, bei denen die langfristigen Verluste am geringsten sind.


1. MiniLotto:

Beim Spiel MiniLotto ist Lottohelden eine relativ faire und deutlich bessere Version als beim polnischen Original gelungen, von dem auch die Gewinnzahlen übernommen werden. Durch die Einführung einer zusätzlichen Gewinnklasse, bei der man bereits mit 2 Richtigen den doppelten Spieleinsatz gewinnt, sind sogar die Gewinnchancen von 1 zu 124 auf 1 zu 10 deutlich gestiegen. Ein Tipp kostet gerade einmal 50 Cent und ist damit so günstig wie bei kaum einer anderen Lotterie.

Ein Nachteil ist jedoch, dass man bei MiniLotto den in der Spielbeschreibung angegebene Jackpotbetrag von 100.000 € nur relativ selten gewinnt. Der Grund dafür ist, dass zur Berechnung der Gewinnauszahlung an die Gewinner von Lottohelden, der Jackpotbetrag von 100.000 €, aufgrund der Typ-A-Klassifizierung in den AGB (Abschnitt 11.1), durch alle Gewinner von Lottohelden, Lottoland und der regulären Lotterie geteilt wird.

Da es bereits bei der regulären Lotterie sehr häufig vorkommt, dass ein Spieler 5 Richtige getippt hat und dadurch den Jackpot gewinnt, wurde somit die Ø Gewinnauszahlung bei Lottohelden bei 5 Richtigen auf Grundlage der letzten 100 Ziehungen im Jahr 2019 bei der regulären Lotterie berechnet, bei denen es 29 x keinen, 33 x einen, 23 x zwei, 9 x drei, 2 x vier, 3 x fünf und 1 x sechs Spieler mit 5 Richtigen gegeben hat, sowie unter der Annahme, dass es dabei jeweils nur einen Gewinner bei ELBL (dazu gehört Lottohelden und Lottoland - siehe hier) gegeben hätte. Der Ø Gewinn bei 5 Richtigen beläuft sich damit auf 56.460 €, wodurch die Ø AQ bei MiniLotto nur noch bei 51,5 % liegt (was aber trotzdem noch 11,5 Prozentpunkte mehr als bei der Originallotterie sind). Der Jackpot lag bei diesen 100 Ziehungen im Ø bei 309.254 Zloty, wozu im Ø 1.030.846 Tipps bei der Originallotterie abgegeben werden mussten. Da die Wahrscheinlichkeit auf 5 Richtige nur bei 1 zu 850.668 liegt, gibt es somit im Ø bereits 1,21 Gewinner pro Ziehung bei der regulären Lotterie. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in einer Ziehung dort mindestens einen Gewinner gibt, liegt dadurch im Ø bei 70,2 %, was zur Folge hätte, dass ein Spieler mit 5 Richtigen bei Lottohelden nur noch maximal 50.000 € erhalten würde. Tipp: Da Sonntags bei der regulären Lotterie im Ø die wenigsten Tipps abgegeben werden (Samstags sind es übrigens die meisten) und es dadurch im Ø auch weniger Jackpotgewinner gibt, empfiehlt es sich daher MiniLotto Sonntags zu spielen.

Das MiniLotto bei Lottoland sollte man übrigens auf keinen Fall spielen. Die Gewinne orientieren sich dort am Original in Polen, bei dem nur 40 % der vom Spieler zu zahlenden Einsätze wieder als Gewinne ausgeschüttet werden. Darüber hinaus kostet der Tipp in Polen 1,50 Zloty, was beim aktuellen Umrechnungskurs weniger als 35 Cent entspricht. Da Lottoland 50 Cent pro Tipp verlangt, reduziert sich dadurch die tatsächliche Ø AQ auf unter 28 %, was deutlich weniger als bei Lottohelden ist. Zwar ist der Preis bei Lottohelden genau so hoch wie bei Lottoland, doch dafür ist die Gewinnauszahlung bei 5 Richtigen im Ø 48 % höher, bei 3 Richtigen im Ø sogar 52 % höher und bei 2 Richtigen gewinnt man bei Lottoland überhaupt nichts. Eine Vergleichsübersicht der Gewinnauszahlungen findet ihr hier.


2. MiniLos

Die Ø AQ von MiniLos beträgt 61,2 % und ist damit so hoch wie bei keiner anderen Lotterie von Lottohelden, was schon einmal sehr positiv zu werten ist. Die Gewinnauszahlungen wurden zudem auch noch sehr gleichmäßig auf die einzelnen Gewinnklassen verteilt. Im Gegensatz zu der fast identischen Zusatzlotterie Super 6 kann man hier sogar mit den richtigen Anfangszahlen gewinnen. Die Chancen auf den selben Höchstgewinn von 100.000 € sind dadurch zwar auch nicht besser, aber dafür kostet jeder Tipp nur 1 € und damit 20 % weniger als bei der Zusatzlotterie Super 6. Ein weiterer Vorteil ist, dass obwohl dies eine von Lottohelden selbst erfundene Lotterie ist keine eigenen Zahlen von Lottohelden generiert werden, sondern auf die Gewinnzahlen einer von Lottohelden unabhängigen Lotteriegesellschaft zurückgegriffen wird. Bei MiniLos sind es die ersten sechs Zahlen der zweimal täglich in Polen stattfindenden Ziehung "Super Szansa".

Die Lotterie MiniLos hat zudem in der höchsten Gewinnklasse einige Vorzüge im Vergleich zu MiniLotto zu bieten. Denn obwohl auch bei MiniLos die erste Gewinnklasse als Typ A gekennzeichnet wurde, kommt es bei der regulären Lotterie Super Szansa nur äußerst selten vor, dass es einen Gewinner in der ersten Gewinnklasse gibt (in den ersten 300 Ziehungen im Jahr 2020 war dies kein einziges Mal der Fall), da die Chance darauf nur bei 1 zu 10 Millionen liegt (und somit 10 Mal so schlecht wie bei MiniLos ist) und diese Lotterie auch von deutlich weniger Spielern in Polen gespielt wird. Außerdem dürfte auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Gewinn in der höchsten Gewinnklasse mit anderen Spielern bei Lottohelden oder Lottoland geteilt werden muss, erheblich geringer ausfallen als bei MiniLotto, da erstens Lottoland diese Lotterie gar nicht anbietet, zweitens die Gewinnchance auf den Höchstgewinn mit eins zu einer Million etwas schlechter als bei MiniLotto ist und drittens bei Lottohelden jeder Tipp doppelt so viel kostet wie bei MiniLotto, so dass davon auszugehen ist, dass pro Ziehung auch deutlich weniger Tipps von MiniLos als von MiniLotto über Lottohelden abgegeben werden, zumal sich die täglichen Tippabgaben für die Lotterie MiniLos über Lottohelden auf zwei Ziehungen verteilen, während es bei MiniLotto nur eine Ziehung pro Tag gibt. Somit ist die Wahrscheinlich sehr hoch, dass man bei 6 Richtigen auch tatsächlich 100.000 € als Gewinn ausbezahlt bekommt.


3. Daily Million

Die von Lottohelden angebotene Lotterie Daily Million (inklusive der Zusatzlotterie Daily Million Plus) wurde von der entsprechenden Originallotterie in Irland (siehe hier) übernommen. Sowohl der Spieleinsatz als auch die Gewinnbeträge in den einzelnen Gewinnklassen stimmen dabei mit der Originallotterie überein, so dass sich im Gegensatz zu vielen anderen Lotterien von Lottohelden keine Nachteile für deren Spieler im Vergleich zu den irischen Spielern der regulären Lotterie ergeben. Zwar wurde (wie auch bei den meisten anderen Lotterien) die erste Gewinnklasse wieder als Typ A klassifiziert, da es jedoch bei der Originallotterie so gut wie nie vorkommt, dass die höchste Gewinnklasse von einem Spieler erreicht wird, die Lotterie bei Lottoland derzeit noch gar nicht angeboten wird und außerdem davon ausgegangen werden kann, dass aufgrund der geringen Bekanntheit in Deutschland und der immerhin zwei mal täglich stattfindenden Ziehung auch bei Lottohelden nicht übermäßig viele Tipps pro Ziehung abgegeben werden, ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass man bei sechs richtig getippten Zahlen auch tatsächlich eine Million Euro ausbezahlt bekommt.

Daraus ergibt sich eine Ø AQ von immerhin 54,8 % bei der Standardlotterie zum Preis von 1 € und sogar eine Ø AQ von 58,9 % bei der Zusatzlotterie zum Preis von 0,50 €. Die Ø AQ der Zusatzlotterie ist bei Lottohelden sogar noch etwas besser als beim Original, da man bei der regulären Lotterie in der untersten Gewinnklasse nur ein Rubbellos im Wert von 2 € erhält, während man dagegen bei Lottohelden 2 € gewinnt und somit selber entscheiden kann, wofür man den Gewinn verwenden möchte. Die höhere Ø AQ bei der Zusatzlotterie kommt dadurch zustande, dass obwohl der Spieleinsatz nur halb so hoch ist, der Gewinn bei 3 Richtigen (mit 2 € statt 3 €) nur um 33,3 % und bei 4 Richtigen (mit 15 € statt 25 €) nur um 40 % geringer ausfällt als bei der Standardlotterie. Nachteilig an dieser Lotterie ist jedoch, dass trotz der relativ hohen Ø AQ enorme 56 % (bei der Zusatzlotterie sind es 52 %) der gesamten Gewinnauszahlung in die höchste Gewinnklasse fließt. Da wohl kaum jemand diese Gewinnklasse erreichen dürfte, da die Wahrscheinlichkeit darauf bei schlechter als eins zu drei Millionen liegt, muss man als Spieler damit rechnen langfristig über 75 % aller Spieleinsätze bei der Standardlotterie und über 71 % aller Spieleinsätze bei der Zusatzlotterie zu verlieren.


4. SonntagsLotto

Seit dem 31.05.2020 hat Lottohelden die Konditionen dieser Lotterie deutlich verschlechtert. Die Ø AQ dieser Lotterie liegt jetzt nur noch bei sehr geringen 39,4 % (bisher 51 %) und ist damit (neben MegaMillions, PowerBall und GlücksSpirale) die Lotterie mit der viertschlechtesten Ø AQ aller Lotterien von Lottohelden und darüber hinaus auch noch die einzige Lotterie, die bei Lottoland zu besseren Konditionen angeboten wird (der Preis liegt dort nämlich nur bei 1,75 € pro Tipp und die Ø AQ bei 43,7 %). Die nun wesentlich schlechtere Ø AQ beim SonntagsLotto von Lottohelden ergibt sich zum einen dadurch, dass der Tipppreis von 1,50 € (was auch dem Preis bei der regulären Lotterie entspricht) auf 2 € erhöht wurde. Außerdem wurden von Lottohelden fixe Gewinnquoten für die Gewinnklassen 2 bis 7 eingeführt, die jedoch trotz der Preiserhöhung um über 33 % unverschämterweise sogar noch deutlich reduziert wurden, im Vergleich zu den theoretischen Gewinnen, die man bei der Originallotterie "El Gordo de la Primitiva" in Spanien zu erwarten hätte:
- In Gewinnklasse 2 wurde der Gewinn um 54,1 % reduziert (von Ø 217.660 € auf nur noch 100.000 €)
- In Gewinnklasse 3 wurde der Gewinn um 31,2 % reduziert (von Ø 1.454 € auf nur noch 1.000 €)
- In Gewinnklasse 4 wurde der Gewinn um 46,9 % reduziert (von Ø 188,45 € auf nur noch 100 €)
- In Gewinnklasse 5 wurde der Gewinn um 38,1 % reduziert (von Ø 40,38 € auf nur noch 25 €)
- In Gewinnklasse 6 wurde der Gewinn um 17,7 % reduziert (von Ø 14,58 € auf nur noch 12 €)
- In Gewinnklasse 7 wurde der Gewinn um 6,89 % reduziert (von Ø 6,44 € auf nur noch 6 €)
Lediglich in den beiden unteren Gewinnklassen wurden die Gewinnquoten beibehalten, so dass man sowohl bei der Originallotterie als auch bei Lottohelden in Gewinnklasse 9 den einfachen und in Gewinnklasse 8 den doppelten Tipppreis gewinnt.

Darüber hinaus ist auch noch die Gewinnausschüttung in der untersten Gewinnklasse schlechter als beim Original. Denn während man bei Lottohelden mit der richtigen Superzahl den Spieleinsatz nur bei 0 Richtigen zurückgewinnt, bekommt man diesen bei der Originallotterie mit der richtigen Superzahl immer erstattet, unabhängig davon wie viele Zahlen man sonst noch richtig getippt hat und auch zusätzlich zu den Gewinnen, die man bereits in den Gewinnklassen 1, 3, 5 und 7 gewinnt. Diese Regelung findet man in den offiziellen spanischen Spielregeln in Kapitel 10, wo es heißt, dass man die Rückerstattung des Kaufpreises immer mit der richtigen Superzahl und unabhängig von den Gewinnen in den anderen Gewinnklassen erhält. Auch in Kapitel 7 sieht man, dass 45 % der Einnahmen für die Gewinne in den ersten 8 Gewinnklassen zur Verfügung gestellt werden und zusätzlich noch weitere 10 % der Spieleinnahmen für die unterste Gewinnklasse zur Rückerstattung des Kaufpreises bereitgestellt werden. Um jedoch durchschnittlich 10 % der Spieleinnahmen auszuschütten, muss die Wahrscheinlichkeit diese Gewinnklasse zu erreichen bei 1 zu 10 liegen. Auf diese Wahrscheinlichkeit kommt man aber nur, wenn man seinen Spieleinsatz grundsätzlich immer mit der richtigen Superzahl zurückgewinnt (also auch dann, wenn noch weitere Zahlen richtig getippt wurden). Wenn man jedoch wie bei Lottohelden mit der richtig getippten Superzahl den Spieleinsatz von 2 € je Tippfeld nur dann gewinnt, wenn man sonst keine anderen Zahlen richtig getippt hat, dann liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit nur bei 1 zu 16,58 und es müssen durchschnittlich nur 6,03 % der Spieleinnahmen für diese Gewinnklasse bereitgestellt werden.

Außerdem sollte man bei dieser Lotterie noch berücksichtigen, dass über 45 % der Ø AQ in die Gewinnklassen fließt, die mit einer Chance von schlechter als eins zu drei Millionen zu erreichen sind (bei EuroJackpot, EuroMillions, Daily Million, MegaMillions und PowerBall sind es sogar mehr als die Hälfte der Ø AQ). Dadurch bleibt nur noch wenig für die Gewinnklassen übrig, bei denen man relativ häufig gewinnt, so dass gerade bei solchen Lotterien mit der Zeit größere Verluste drohen. Die Wahrscheinlichkeit auf einen Gewinn ist mit 1 zu 8,2 im Vergleich zu anderen Lotterien zwar sehr hoch, allerdings gewinnt man in den meisten Fällen lediglich seinen Spieleinsatz wieder zurück. Bei der Originallotterie liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit sogar bei 1 zu 6,2, aufgrund der besseren Chancen seinen Spieleinsatz wieder zurückzugewinnen (die Ø AQ liegt dort übrigens bei 55 %).


5. Hello Monday

Bei der Lotterie "Hello Monday" handelt es sich größtenteils um eine eigene Erfindung von Lottohelden. Die Gewinnzahlen von dieser Lotterie werden zwar von der Montagsziehung des französischen Lotto ("Loto") übernommen, die Gewinnbeträge in den einzelnen Gewinnklassen hat Lottohelden jedoch selbst festgelegt, ebenso wie den Tipppreis, der mit 2 € um 9 % günstiger ist als bei der Originallotterie (2,20 €). Außerdem hat Lottohelden noch eine zusätzliche Gewinnklasse (1 Richtige ohne Zusatzzahl) eingeführt, bei der man aber lediglich ein Viertel des Tipppreises (also 50 Cent) gewinnt. Die Gewinnklasse 9 wurde jedoch herabgestuft, bei der man zwar wie beim Original auch den Tipppreis zurückgewinnt, allerdings gewinnt man diesen bei der Originallotterie mit der richtigen Zusatzzahl auch dann, wenn man sonst keine andere Zahl richtig getippt hat, während man bei Lottohelden die 2 € nur dann gewinnt, wenn zusätzlich noch eine von den 5 Standardzahlen richtig getippt wurde. Dadurch liegt die Gewinnchance auf Rückerstattung des Tipppreises bei Lottohelden nur bei 1 zu 28,1 (statt 1 zu 10,8). Die Gesamtgewinnchance beläuft sich bei Lottohelden auf 43 % bzw. 1 zu 2,32 (statt 1 zu 6 bei der Originallotterie) und ist damit so hoch wie bei keiner anderen Lotterie von Lottohelden. Die Chance jedoch einen realen Gewinn zu erzielen, der höher als der Tipppreis ist, liegt wie beim Original lediglich bei 1 zu 13,4.

Die Ø AQ liegt bei 52,1 % und ist damit etwas besser als beim LOTTO 6aus49 und den meisten anderen Lotterien von Lottohelden. In den Gewinnklassen 1 bis 8 von "Hello Monday" ergeben sich im Vergleich zum regulären französischen Lotto folgende Unterschiede (bei jeweils gleicher Gewinnchance):
- In Gewinnklasse 1 wurde der Gewinn um 61,5 % reduziert (von Ø 5.197.222* € auf 2.000.000 €)
- In Gewinnklasse 2 wurde der Gewinn um 100,2 % erhöht (von Ø 99.908 € auf 200.000 €)
- In Gewinnklasse 3 wurde der Gewinn um 100,5 % erhöht (von Ø 997,6 € auf 2.000 €)
- In Gewinnklasse 4 wurde der Gewinn um 50 % reduziert (von Ø 399,8 € auf nur noch 200 €)
- In Gewinnklasse 5 wurde der Gewinn um 20 % reduziert (von Ø 50 € auf nur noch 40 €)
- In Gewinnklasse 6 wurde der gleiche Gewinn übernommen (von Ø 20 € auf 20 €)
- In Gewinnklasse 7 wurde der Gewinn um 20 % erhöht (von Ø 10 € auf 12 €)
- In Gewinnklasse 8 wurde der Gewinn um 36,4 % erhöht (von Ø 4,40 € auf 6 €)
* dies entspricht dem Durchschnittsgewinn aus 300 Ziehungen (im Zeitraum vom 18.03.2017 bis 13.02.2019)

Ein großer Vorteil dieser Lotterie liegt darin, dass die Gewinnausschüttung in den unteren Gewinnklassen relativ hoch ist, was den Verlust für die meisten Spieler geringer ausfallen lässt, als es bei fast allen anderen Lotterien der Fall ist. Immerhin 39 % der gesamten Gewinnausschüttung fließen in die Gewinnklassen, die bis zu einer Chance von 1 zu 1.500 erreicht werden. Überboten wird dieser Wert nur noch von den KENO-Typen 2, 3, 4, 5 und 7 sowie der von Lottohelden selber durchgeführten Ziehung ihrer Oster- und Halloweenlotterie. Außerdem unterliegt keine Gewinnklasse irgendeiner Gewinnbeschränkung. Das heißt man gewinnt z. B. garantiert 2 Millionen Euro in der höchsten Gewinnklasse, unabhängig davon wie viele Gewinner es sonst noch bei Lottohelden oder der Originallotterie in dieser Gewinnklasse gibt.


6. KENO, LOTTO 6aus49 und EuroJackpot

Seit dem 01.04.2019 erhebt Lottohelden erfreulicherweise auch bei diesen drei Lotterieangeboten keine Scheingebühren mehr. Allerdings muss davon ausgegangen werden, dass die Abschaffung der Scheingebühren keinesfalls aus reiner Großzügigkeit gegenüber den Kunden geschah, sondern vielmehr deshalb, weil bereits schon viele andere Anbieter darauf verzichtet haben und sich Lottohelden daher vermutlich zu diesem Schritt gezwungen sah, um zu verhindern, dass ihre Kunden zur Konkurrenz abwandern. Auf der englischsprachigen Seite von Lottoland können diese Lotterien z. B. schon seit langem ohne Scheingebühren gespielt werden (dazu braucht man nur im Menü rechts unten die Sprache von Deutsch auf Englisch umstellen - das weiß in der Regel bloß niemand, wodurch alle deutschsprachigen Kunden von Lottoland deutlich benachteiligt werden). Auch bei lottostar24.com zahlt man zum gleichen Spielpreis keine Scheingebühren für LOTTO 6aus49 (ebenso bei jinnilotto.com und multilotto.com) und EuroJackpot. Bei diesen Lotterien zahlt Lottohelden dieselben Gewinne aus, die man auch bei einer Teilnehmer an der entsprechenden Originallotterie gewonnen hätte, wodurch die Ø AQs somit bei jeweils rund 50 % liegen.

Wenn man bedenkt, dass bei allen Lotterieangeboten von Lottohelden schließlich nur Wetten auf das Ergebnis einer Lotterieziehung abgeschlossen werden, man somit gar nicht direkt an der Lotterie teilnimmt und Lottohelden folglich als Wettanbieter auch keine Aufwendungen für die Vermittlung einer Spielteilnahme an der beworbenen Lotterieveranstaltung zu leisten hat, war somit die Abschaffung der Scheingebühren (die wie der Name schon richtig andeutet auch tatsächlich nur zum "Schein" erhoben werden) bei Lottohelden längst überfällig. Auch bei allen anderen Wettanbietern kostet die Tippscheinabgabe bei diesen Lotterien den Veranstalter natürlich ebenso wenig, wie die Tippscheine aller anderen angebotenen Lotterien, weshalb auch die meisten mittlerweile auf diese Gebühren verzichten.

Obwohl die Ø Gesamt-AQ bei allen drei Lotterien die gleiche ist, scheint KENO dennoch die beste Wahl zu sein, da hier ein Großteil der Ø AQ in die unteren Gewinnklassen fließt, die am wahrscheinlichsten zu erreichen sind. Allerdings bietet Lottoland mit "Keno 24/7" eine noch bessere KENO-Variante an, bei der die Ø AQs je nach KENO-Typ zwischen 65 % und sogar 75 % liegen (mehr Informationen dazu findet ihr in meinem Beitrag hier). Bei der Lotterie EuroJackpot fließt dagegen fast 60 % der Gewinnausschüttung in die Gewinnklassen, die mit einer Wahrscheinlichkeit von schlechter als eins zu drei Millionen erreicht werden, weshalb man auf eine Spielteilnahme eher verzichten sollte, da hier langfristig mit größeren Verlusten zu rechnen ist.

Die Zusatzlotterien Plus 5 (über KENO) sowie Super 6 und Spiel 77 (über LOTTO 6aus49) werden ohne Zusatzgebühren angeboten und können dadurch zwar nirgendwo günstiger gespielt werden, allerdings sind diese Zusatzlotterien mit Ø AQs von unter 50 % (Plus 5 = 48,7 % / Super 6 = 44,7 % / Spiel 77 = 42,4 %) alles andere als empfehlenswert.


7. GlücksSpirale

Seit dem 01.04.2019 hat Lottohelden auch bei dieser Lotterie die ungerechtfertigte Extragebühr in Höhe von 40 Cent abgeschafft, die bislang sogar nicht nur pro Schein, sondern sogar für jede einzelne Losnummer zu bezahlen war. Besonders negativ an dieser Lotterie bleibt jedoch weiterhin die sehr geringe Ø AQ von nur noch 39 % (bei Sofortauszahlung von 2,1 Millionen Euro in der höchsten Gewinnklasse). Bei dieser ohnehin schon geringen Quote ist eine Extragebühr, die diese sogar noch stärker reduziert, besonders unfair gegenüber dem Kunden. Eine Abschaffung dieser unverschämten Gebühr war daher bei diesem Spiel erst recht überfällig, vor allem wenn man bedenkt, dass bei einer Teilnahme an der Originallotterie immerhin 27 % der Spieleinsätze für gute Zwecke verwendet werden und weitere 16,7 % an Lotteriesteuern bezahlt werden müssen (siehe hier - Seite 5), während dagegen bei Lottohelden 0 % der Spieleinnahmen für gute Zwecke verwendet werden und die Lizenzgebühr und Steuern, die Lottohelden zusammen mit Lottoland in Malta zu bezahlen hat, selbst bei einem Jahresumsatz von nur 320 Millionen Euro nicht einmal 0,2 % der Spieleinsätze ausmacht (siehe hier) und Lottohelden somit rund 60 % der Spieleinnahmen bei der GlücksSpirale für sich selber verwenden kann (während es bei der Originallotterie für den Veranstalter weniger als 20 % sind). Mit der Lotterie "25 Fette Jahre" bietet Lottohelden eine verbesserte Variante der GlücksSpirale an, so dass man als Spieler bei Lottohelden gut beraten wäre, diese Lotterie anstelle der GlücksSpirale zu spielen.

Die Zusatzlotterie Sieger-Chance bietet in Wirklichkeit die größte "Verlust-Chance" in Bezug auf den geleisteten Zusatzeinsatz in Höhe von 3 €. Wer sich vornehmen sollte jede Woche mit einer Losnummer an dieser Zusatzlotterie teilzunehmen, würde theoretisch nicht einmal lange genug leben um die Wahrscheinlichkeit auch nur auf 10 % erhöhen zu können, mindestens einmal etwas zu gewinnen. Hierzu wären nämlich 4947 Spiele nötig. Von allen Spielangeboten von Lottohelden ist dieses Zusatzangebot eines, das mit Abstand am unrentabelsten für den Spieler ist und deshalb dringend gemieden werden sollte, zumal auch die Ø AQ mit 36,7 % noch schlechter als bei der GlücksSpirale ist.


8. WorldMillions

Bei dieser Lotterie handelt es sich um eine eigene Erfindung von Lottoland, die von Lottohelden übernommen wurde und dem Spielprinzip der Zusatzlotterien Plus 5, Super 6 und Spiel 77 entspricht, nur dass eben noch eine achte Stelle hinzugefügt wurde und sichergestellt wird, dass kein Tipp doppelt abgegeben wird. Außerdem gibt es bei dieser Lotterie noch zusätzliche Gewinnklassen, die es bei den Zusatzlotterien nicht gibt. Dadurch gewinnt man mit der richtigen Anfangsziffer seinen Spieleinsatz zurück und wenn die getippte Endziffer eine Nummer größer oder kleiner ist als die gezogene Zahl, gewinnt man zumindest noch den halben Spieleinsatz zurück. Dafür sind jedoch die Gewinnauszahlungen in den höheren Gewinnklassen trotz gleicher Gewinnchance zum Teil deutlich schlechter als bei den jeweiligen Zusatzlotterien. Beim Spiel 77 gewinnt man z. B. in der untersten Gewinnklasse (eine richtige Endziffer) zumindest noch das Doppelte des Spieleinsatzes - bei WorldMillions dagegen nur das Eineinhalbfache; eine Gewinnklasse höher gewinnt man beim Spiel 77 sogar fast das Siebenfache des Einsatzes - bei WorldMillions dagegen nur das Dreifache; in den vier nächsthöheren Gewinnklassen gewinnt man in Relation zum Spieleinsatz beim Spiel 77 mehr als das Dreifache und in der höchsten Gewinnklasse sogar durchschnittlich mehr als das Siebenfache.

Die Ø AQ liegt bei WorldMillions bei 47,6 % und der Durchschnittsjackpot bei 89,1 Millionen Euro. Der Jackpot ist jedoch variabel und ändert sich nach jeder Ziehung. Er beginnt bei 50 Millionen Euro (Ø AQ = 43,7 %) und erhöht sich dann, sofern der Jackpot von keinem Spieler von Lottoland oder Lottohelden geknackt wird, in 17 aufeinanderfolgenden Ziehungen, bis 130 Millionen Euro (Ø AQ = 51,7 %) erreicht wurden, um dann wieder bei 50 Millionen Euro zu beginnen (selbst wenn es immer noch keinen Gewinner in der höchsten Gewinnklasse gab). Besonders vorteilhaft an dieser Lotterie ist jedoch, dass aufgrund der zusätzlichen Gewinnklassen im Unterschied zu den drei Zusatzlotterien ein wesentlich größerer Anteil der Ø AQ in die untersten Gewinnklassen fließt. Bereits Ø 31,5 % sämtlicher Spieleinnahmen (oder 66,2 % der Ø AQ) werden in die Gewinnklassen ausgeschüttet, die mit einer Wahrscheinlichkeit von nur maximal 1 zu 12 erreicht werden. Dies ist der mit Abstand höchste Wert von allen Lotterien von Lottohelden. Auch die Gesamtgewinnchance ist mit 1 zu 2,7 bereits so gut, dass diese von allen Lotterien von Lottohelden nur noch von der Dreikönigslotterie mit 1 zu 2,64 und "Hello Monday" mit 1 zu 2,32 übertroffen wird. Die Chance auf einen Gewinn, der höher als der Tipppreis ist, liegt dagegen nur bei 1 zu 10.

Bei dieser Lotterie gilt außerdem zu beachten, dass man mit der richtigen Anfangsziffer den Spieleinsatz von 10 € nur dann erhält, wenn man nicht auch noch eine oder mehrere richtige Endziffern getippt hat. Und den halben Spieleinsatz von 5 € erhält man in Gewinnklasse 10 oder 11 nur dann, wenn man nicht auch noch die richtige Anfangsziffer getippt hat. Denn gemäß den AGB (Abschnitt 10.14) gewinnt man immer nur in der höchsten Gewinnklasse und somit nie in zwei Gewinnklassen gleichzeitig, was übrigens auch auf alle Lotterien von Lottoland zutrifft. Auch bei den Lotterien MiniLos und 25 Fette Jahre gewinnt man daher mit der richtigen Anfangs- und Endziffer nur einmal und somit insgesamt nur 1 € (bei MiniLotto) bzw. 4 € (bei 25 Fette Jahre). WorldMillions kann man bei Lottoland zu den gleichen Konditionen spielen, allerdings noch mit dem zusätzlichen Vorteil, dass man dort auch mit einem halben Los für 5 € oder mit einem Zehntellos für nur 1 € an der Lotterie teilnehmen kann, während dagegen Lottohelden derzeit nur ganze Lose für 10 € anbietet. Die achtstellige Gewinnzahl wird übrigens nicht von Lottohelden oder Lottoland gezogen, sondern setzt sich aus jeweils den letzten vier Zahlen der am selben Tag stattfindenden deutschen KENO-Zusatzlotterie Plus 5 und der französischen KENO-Zusatzlotterie Joker+ (Abendziehung) zusammen.


9. 25 Fette Jahre

Bei der von Lottohelden erfundenen Lotterie "25 Fette Jahre" entsprechen die Gewinnzahlen der ersten Gewinnklasse der GlücksSpirale, die dann auch für die Gewinnermittlung in den Gewinnklassen 2 bis 8 verwendet werden (während dagegen bei der GlücksSpirale für jede Gewinnklasse eine andere Gewinnnummer ermittelt wird). Bei dieser Lotterie handelt es sich daher um eine Mischung aus GlücksSpirale (wegen der monatlichen Gewinnauszahlungen in der ersten Gewinnklasse) und WorldMillions (da man auch dort mit der richtigen Anfangsziffer seinen Spieleinsatz für diesen Tipp zurückgewinnt und es auch dort nur eine Gewinnnummer gibt, die dann für alle Gewinnklassen gilt). Die Rückerstattung des Tipppreises für eine Zahlenkombination bei der die richtige Anfangszahl übereinstimmt, stellt für die meisten Spieler den größten Vorteil dieser Lotterie dar, da dies bei der GlücksSpirale nicht der Fall ist. Dies trägt maßgeblich dazu bei, dass man bei einer Tippabgabe für die Lotterie "25 Fette Jahre" unterm Strich langfristig etwas weniger Geld verliert (prozentual betrachtet), als es bei einer Teilnahme an der GlücksSpirale der Fall wäre.

Sogar die Gewinnquote in der höchsten Gewinnklasse ist bei "25 Fette Jahre" deutlich besser als bei der GlücksSpirale. Zwar bekommt man bei einem Treffer in dieser Gewinnklasse auch beim halben Los der GlücksSpirale zum Preis von 2,50 € eine monatliche Zahlung von 5.000 €, die Lotterie "25 Fette Jahre" kostet mit 2 € jedoch 50 Cent weniger und hat außerdem den Vorteil, dass sich die monatlichen Zahlungen über 25 Jahre (statt nur 20 Jahre) erstrecken und man außerdem noch eine Sofortauszahlung von 250.000 € zusätzlich erhält. Der Gesamtgewinn beläuft sich daher in der ersten Gewinnklasse von "25 Fette Jahre" auf 1,75 Millionen Euro, was jedoch ausgehend von einer monatlichen Inflation von 0,125 % (ca. 1,51 % pro Jahr) lediglich einem Barwert von nur noch rund 1,5 Millionen Euro entspricht, der auch bei der Berechnung der Ø AQ dieser Lotterie herangezogen wurde (diese liegt ohne Zusatzlotterie bei immerhin 48 % und ist somit rund 9 Prozentpunkte höher als bei der GlücksSpirale). Beim halben Los der GlücksSpirale liegt der Gesamtgewinn in der ersten Gewinnklasse dagegen nur bei 1,05 Millionen Euro, wenn man sich den Gewinn sofort auszahlen lässt.

Die Zusatzlotterie "Super Fette Jahre" zum Preis von 1 €, sollte man dagegen unter keinen Umständen spielen, da sich dadurch nur der Gewinn in der höchsten Gewinnklasse verdoppeln würde. Abgesehen davon, dass dieser Euro schon allein deshalb rausgeworfenes Geld wäre, weil man als Spieler die höchste Gewinnklasse zu Lebzeiten nahezu unmöglich erreichen wird, wäre dadurch der Gewinn in dieser Gewinnklasse lediglich um 1,75 Millionen Euro höher, bei einer Gewinnchance von nur 1 zu 10 Millionen. Welcher Spieler wäre wohl bereit für 1 € einen Tipp für eine Lotterie abzugeben, bei der man lediglich die Möglichkeit hat einen Gewinn von 1,75 € zu erzielen, die Gewinnchance darauf jedoch nur bei 1 zu 10 liegt? Multipliziert man jedoch Chance und Gewinn mit einer Million, fällt es den Spielern paradoxerweise deutlich schwerer auf eine Lotterieteilnahme zu verzichten, da sich bei einer so hohen Geldsumme der Verstand scheinbar abmeldet, weil man so sehr auf den Gewinn fixiert ist, dass die extrem schlechte Gewinnchance plötzlich keine große Rolle mehr zu spielen scheint. Fakt bleibt jedoch, dass die Ø AQ dieser Zusatzlotterie nur bei katastrophal niedrigen 17,5 % liegt (unter Berücksichtigung eine jährlichen Inflationsrate von 1,5 % sind es sogar nur 15 %).

In Kombination mit der regulären Lotterie würde sich daher die Ø AQ zum Gesamtpreis von 3 € inflationsbereinigt um ganze 11 Prozentpunkte auf nur noch 37 % reduzieren und läge damit sogar rund 2 Prozentpunkte unter der Ø AQ der GlücksSpirale. Wer es nur auf den Höchstgewinn abgesehen hat, wäre besser dran (wovon ich jedoch trotzdem dringend abraten würde, zumal die Ø AQ auch in diesem Fall nur bei 35,8 % liegt), wenn er den zusätzlichen Euro bei den HotPicks für LOTTO 6aus49 einsetzen würde, indem er dort sechs Zahlen auswählt. Die Gewinnwahrscheinlichkeit wäre in diesem Fall mit 1 zu 14 Millionen zwar um 40 % schlechter, der Gewinn dagegen mit 5 Millionen Euro um 186 % (inflationsbereinigt, bei einer geschätzten Inflation von nur 0,125 % pro Monat, sogar um 233 %) höher, als bei der Zusatzlotterie "Super Fette Jahre", und man hätte zudem noch den Vorteil, dass man das Geld gleich auf einmal vollständig ausbezahlt bekommt, ohne darauf vertrauen zu müssen, dass es Lottohelden in 25 Jahren immer noch gibt und es bis dahin auch noch zu keiner Hyperinflation gekommen ist.


10. LOTTO 6aus45 und SwissLotto

Diese beiden Lotterien, die Lottohelden von unseren Nachbarländern Österreich und Schweiz übernommen hat, schneiden vergleichsweise noch relativ gut ab. Beim LOTTO 6aus45 liegt die Ø AQ bei 46,4 % (der für die erste Gewinnklasse ermittelte Gewinn in Höhe von 1.741.812 € wurde dabei auf Grundlage von 200 Ziehungen im Zeitraum vom 01.01.2017 bis 28.11.2018 berechnet und entspricht dem Ø Gewinn, den Lottohelden an seinen Gewinner ausbezahlt hätte, sofern es jeweils nur einen Gewinner bei ELBL gegeben hätte). Der Spielpreis und die Gewinnauszahlungen in den anderen Gewinnklassen sind mit der Originallotterie identisch. Beim SwissLotto kocht Lottohelden jedoch wieder sein eigenes Süppchen und zahlt bei der richtigen rePLAY-Nummer den Spieleinsatz aus, während man bei der Originallotterie mit seinem Spielschein kostenlos an der nächsten Ziehung teilnimmt (siehe hier - Art. 11.8). Interessanterweise würde sich dadurch die Ø AQ sogar auf 58,3 % (statt 54,5 % bei der Originallotterie) erhöhen, sofern Lottohelden den selben Spieleinsatz wie beim Original verlangen würde. Da dies aber nicht der Fall ist, sondern der Tipppreis mit 1:1 zum Schweizer Franken umgerechnet wird, während dagegen die Gewinnbeträge mit dem offiziellen Wechselkurs kalkuliert werden, liegt die Ø AQ nur noch bei 53,7 %*. Mit 2,50 € pro Tipp ist der Preis aber zumindest etwas günstiger als bei Lottoland, wo 2,75 € pro Tipp verlangt werden.

Die Gewinnauszahlungen bei den zu diesen beiden Spielen angebotenen Zusatzlotterien, hat Lottohelden selber festgelegt und sind daher nicht mit dem Original identisch. Beim Original liegt die Ø AQ bei der Zusatzlotterie JOKER über LOTTO 6aus45 bei 43,65 % (siehe hier - Abschnitt 9.1 + 10.1) und über SwissLotto bei 50 % (siehe hier - Art. 10.1). Bei Lottohelden liegt diese jedoch aufgrund ihrer eigenen Gewinnpläne bei etwas höheren 49,7 % über LOTTO 6aus45 bzw. etwas geringeren 47 % über SwissLotto (und das trotz der Einführung der zusätzlichen Gewinnklasse, bei der man mit nur einer richtigen Endziffer gewinnt). Auch bei der Zusatzlotterie LOTTO Plus über LOTTO 6aus45 fand eine Aufwertung statt. Während die Ø AQ beim Original nur bei 48,8 % liegt (siehe hier - Abschnitt 2.6.1), liegt diese bei Lottohelden bei 55,9 %. Besonders positiv dabei ist, dass von der Aufwertung vor allem die unterste Gewinnklasse profitiert, in der der Gewinn auf 5 € (statt 2 €) erhöht wurde.


11. SuperLotto

Diese Lotterie entspricht, was das Spielprinzip (6 aus 90 Zahlen plus Glückszahl), die Gewinnklassen, die Gewinnzahlen und die Gewinnauszahlung in der ersten Gewinnklasse betrifft, dem italienischen SuperEnalotto. Auch der Preis ist mit 1 € pro Tipp der gleiche wie bei der regulären Lotterie, wodurch sich Lottohelden deutlich von anderen Wettanbieter unterscheidet, die teilweise deutlich höhere Preise verlangen. Darüber hinaus bietet Lottohelden sogar noch eine siebte Gewinnklasse an, die es bei der Originallotterie nicht gibt und bei der man mit nur einer richtig getippten Zahl (außer der Glückszahl) den halben Spieleinsatz (also 0,50 €) gewinnt. Die Gesamtgewinnchance liegt dadurch zwar bei 34,7 %, wodurch mehr als jeder dritte Tipp gewinnt, die Chance auf einen tatsächlichen Gewinn, der höher als der Tipppreis ist, liegt jedoch nur bei rund 5 %.

Im Vergleich zur Originallotterie gibt es allerdings zwei gravierende Nachteile. Erstens bietet Lottohelden in den Gewinnklassen 2 bis 6 fixe Gewinne an, die zum Teil deutlich geringer sind als bei der Originallotterie. So gewinnt man in Gewinnklasse 2, 3 und 6 nicht einmal halb so viel, in Gewinnklasse 4 rund 30 % weniger und in Gewinnklasse 5 rund 8 % weniger, als man durchschnittlich bei der regulären Lotterie gewinnen würde (siehe hier). Zweitens hat man bei der Originallotterie noch eine zusätzliche Chance von 1 zu 500 auf einen Sofortgewinn in Höhe von 25 €, die es bei Lottohelden nicht gibt. Außerdem werden von Lottohelden gemäß den ABG (Abschnitt 11.9) in den ersten drei Gewinnklassen noch 12 % der Gewinne einbehalten, die sich Lottohelden als Wettanbieter selbst einverleibt, während dagegen bei der Originallotterie dieses Geld nicht der Lotteriegesellschaft, sondern zumindest dem italienischen Staat zugute kommt.

Beim SuperLotto liegt daher die Ø AQ nur bei 48,1 % (der für die erste Gewinnklasse ermittelte Gewinn in Höhe von 61.329.788 € wurde dabei auf Grundlage von 500 Ziehungen im Zeitraum vom 02.02.2016 bis 11.04.2019 berechnet und entspricht dem Ø Gewinn, den Lottohelden an seinen Gewinner ausbezahlt hätte, sofern es jeweils nur einen Gewinner bei ELBL gegeben hätte), während dagegen die Originallotterie, selbst nach Abzug der 12 % Steuern in den ersten drei Gewinnklassen, noch auf eine Ø AQ von 57,5 % kommt. Es wäre daher von Lottohelden kundenfreundlicher gewesen, wenn man auf die zusätzliche Gewinnklasse verzichtet hätte (zumal ein Gewinn von 0,50 € nicht nur lächerlich gering ist, sondern man dabei trotzdem noch die Hälfte seines Einsatzes verloren hat, so dass hierbei nur wenig Freude aufkommt) und man dafür die fixen Gewinne in den Gewinnklassen 2 bis 6 verdoppelt hätte. Dadurch würde die Ø AQ bei immerhin 56,5 % liegen, was deutlich näher am Original liegen würde und dennoch 4,6 Prozentpunkte weniger wäre als bei MiniLos. Im Vergleich zur Wettkonkurrenz sind die derzeitigen Konditionen von SuperLotto aber trotzdem noch mit Abstand am besten. Bei Lottoland liegt beispielsweise die Ø AQ beim Tipppreis von 2 € nur bei unverschämt geringen 26,2 %.


12. Cash4Life

Im Vergleich zu Lottoland ist nicht nur der Spieleinsatz mit 2 € (statt 2,50 €) um 20 % günstiger, sondern auch die Auszahlungen in den Gewinnklassen 3 (2000 € statt 200 €), 4 (500 € statt 100 €), 5 (100 € statt 40 €) und 8 (4 € statt 3 €) sind deutlich höher. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass das Original immer noch besser ist, da in den USA in den Gewinnklassen 3 (1250-fachen statt 1000-fachen Einsatz) und 6 (12,5-fachen statt 10-fachen Einsatz) die Gewinnquote um 25 % höher ist und man in der Gewinnklasse 2 den 500-fachen Einsatz sogar jede Woche statt nur jeden Monat ausbezahlt bekommt (siehe hier). Gemessen an der Cash-Option für die ersten beiden Gewinnklassen beträgt bei der Originallotterie die Ø AQ 52,4 %. Angepasst an die Gewinnauszahlungen bei Lottohelden kommt man hingegen nur noch auf eine Ø AQ von 46,3 % (bei Lottoland liegt diese sogar bei unverschämt niedrigen 32,4 %). Wenn man jedoch bedenkt, dass Lottohelden bei MiniLos eine Lotterie mit einer Ø AQ von sogar über 60 % anbietet, dann sollte es eigentlich kein Problem sein bei Cash4Life auch noch diese fehlenden 6 Prozentpunkte zum Original zu stemmen. Zumindest die Gewinnquote in den Gewinnklassen 3 und 6 könnte man locker ebenfalls noch an das Original anpassen, da sich dadurch die Ø AQ nur um minimale 0,82 Prozentpunkte erhöhen würde.

Die tatsächliche Ø AQ von Cash4Life lässt sich leider nicht exakt berechnen, da diese in den ersten beiden Gewinnklassen von der verbleibenden Lebensdauer des einzelnen Spielers abhängig ist. Die für diesen Beitrag angesetzten Gewinnbeträge von 7.000.000 € in der ersten und 230.000 € in der zweiten Gewinnklasse setzen somit jeweils voraus, dass der Spieler nach Abgabe des Tipps noch etwa 19 Jahre weiterlebt. Unter Berücksichtigung einer jährlichen Inflation von nur 2 %, müsste man sogar noch rund 24 Jahre weiterleben, um sich insgesamt das kaufen zu können, was man sich heute für 7.000.000 € bzw. 230.000 € kaufen könnte, sofern man nach jeder Gewinnauszahlung das Geld vollständig ausgeben würde. Um bei Cash4Life eine kaufkraftbereinigte (ausgehend von einer Inflation von 2 % pro Jahr) Ø AQ zu erzielen, die über 50 % liegt und damit besser wäre als z. B. beim LOTTO 6aus49, müsste man nach der Tippabgabe sogar noch rund 31 Jahre weiterleben. Diese und weitere Angaben können auch der Tabelle hier entnommen werden.

Ein weiterer Nachteil dieser Lotterie ist, dass Lottohelden bei einem Gewinn in den ersten beiden Gewinnklassen vom Gewinner mehrmals jährlich einen Lebensnachweis verlangt. Sobald dieser nicht mehr erbracht wird, werden die Gewinnauszahlungen eingestellt. Sollte der Gewinner außerdem das Pech haben bereits kurze Zeit nach einem Gewinn in der ersten oder zweiten Gewinnklasse zu sterben, können die Angehörigen des Verstorbenen nur von den bis dahin ausgezahlten Gewinnbeträgen profitieren, was bei der Originallotterie in den USA nicht der Fall wäre, da man dort die Gewinne in den ersten beiden Gewinnklassen für mindestens 20 Jahre (siehe hier - Abschnitt 8a) ausbezahlt bekommt (auch wenn der Gewinner zuvor sterben sollte) und weil man sich dort auch für die Cash-Option (einmalige Gewinnauszahlung von sieben bzw. einer Million Dollar) entscheiden kann. Bei Lottohelden gibt es dagegen keine 20-jährige Auszahlungsgarantie und die Cash-Option wird ebenfalls nicht angeboten. Hinzu kommt sogar noch, dass wenn Lottohelden (oder das entsprechende Versicherungsunternehmen, falls Lottohelden die Gewinne in den ersten beiden Gewinnklassen versichert hat) Pleite gehen sollte, es vermutlich auch mit den Gewinnauszahlungen vorbei sein dürfte.


13. EuroMillions

Der Preis pro Tipp ist mit 3 € viel zu hoch angesetzt, der damit 20 % teurer ist als z. B. bei lottogo.com, jinnilotto.com, lottoland.at und lottoland.ie, wo jeder Tipp nur 2,50 € kostet. Auf lottoland.pt kostet der Tipp sogar nur 2 € (auch hier ist Lottoland nicht fair, denn jeder der über die Standardseite lottoland.com die Lotterie EuroMillions spielen möchte, wird mit 3 € deutlich stärker zur Kasse gebeten, so dass man sich als Kunde dann schon fragen muss, wie seriös ein Unternehmen noch sein kann, das das gleiche Produkt zu unterschiedlichen Preisen anbietet, offenbar je nach Nationalität des Kunden).

Der Tipppreis sollte daher um mindestens 80 Cent auf 2,20 € reduziert werden, damit Lottohelden auch hier eine für die Kunden vergleichsweise faire Lotterie anbieten würde. Denn durch diese Reduzierung des Spieleinsatzes wäre das Spiel für Lottohelden in finanzieller Hinsicht vermutlich immer noch in etwa gleich attraktiv, wie beispielsweise die Lotterie EuroJackpot, bei der genau 1 € pro Tipp in den "Gewinntopf" wandert (siehe hier - § 4.1 + § 9.1). Bei der Lotterie EuroMillions sind es 1,10 € (siehe hier - Abschnitt 7.1). Wenn also bei der Lotterie EuroJackpot der Spieleinsatz mit 2 € doppelt so hoch ist wie die durchschnittliche Gewinnausschüttung, wäre es also nur gerecht auch bei der Lotterie EuroMillions den Spieleinsatz mit 2,20 € lediglich doppelt so hoch anzusetzen. Beim aktuellen Preis liegt die Ø AQ nämlich nur bei sehr geringen 36,7 % (bei einer Originalteilnahme in Österreich würde diese inklusive dem "Österreich Bonus" bei immerhin 48,5 % liegen), wovon zudem noch über 63 % in die Gewinnklassen fließt, bei denen die Trefferchancen schlechter als eins zu drei Millionen liegen. Wer also keine Millionenbeträge in diese Lotterie investiert, muss damit rechnen, dass bei einer Spielteilnahme zum Standardpreis über 85 % aller geleisteten Spieleinsätze unwiederbringlich verloren gehen (bei EuroJackpot verliert der Spieler in der Regel über 80 % seiner Einsätze). Eine Spielteilnahme bei EuroMillions über Lottohelden wäre somit zum aktuellen Preis von 3 € keine sinnvolle Entscheidung.

Im direkten Vergleich mit EuroJackpot gibt es auch sonst nur wenig Gründe, weshalb man überhaupt EuroMillions spielen sollte. Denn beide Lotterien unterscheiden sich im Wesentlichen nur darin, dass bei EuroMillions beim zweiten Ziehungsgerät 2 von 12 Kugeln gezogen werden (während es bei EuroJackpot 2 von 10 Kugeln sind) und dass der Jackpot bei EuroMillions auf maximal 250 Millionen Euro ansteigen kann (während dieser bei EuroJackpot auf 90 Millionen Euro begrenzt ist). Berücksichtigt man jedoch den günstigeren Spielpreis und die bessere Jackpotchance von EuroJackpot, dann müsste der Jackpot bei EuroMillions 2,2 Mal so hoch liegen wie bei EuroJackpot, damit eine Spielteilnahme bei EuroMillions über Lottohelden für alle Jackpotjäger, die es nur auf die erste Gewinnklasse abgesehen haben, lohnenswerter wäre. Der einzige Vorteil bei EuroMillions liegt darin, dass man im Gegensatz zu EuroJackpot bereits mit nur 2 Richtigen etwas gewinnt, wodurch sich die Gesamtgewinnchance mehr als verdoppelt. Diese zusätzliche Gewinnchance (bei der man im Gewinnfall mit Ø 4 € nur etwas mehr als seinen Spieleinsatz zurückgewinnt) geht jedoch deutlich zu Lasten der Gewinnauszahlungen in allen anderen Gewinnklassen, bis auf die höchste. Der durchschnittliche Gewinn bei EuroJackpot ist dadurch in 11 von 12 Gewinnklassen zum Teil wesentlich höher als bei EuroMillions (in 8 davon ist sogar auch noch die Gewinnchance besser) und das obwohl der Spieleinsatz bei EuroJackpot über 33 % geringer ist. Zum Beispiel ist die Gewinnchance auf die zweite Gewinnklasse bei EuroJackpot rund 15 % besser und der durchschnittliche Gewinn ist über zweieinhalb Mal so hoch (506.516 € statt 200.738 €). In der dritten Gewinnklasse gewinnt man bei EuroJackpot sogar im Ø fast das Fünffache (102.155 € statt 20.851 €). Allerdings sollte man berücksichtigen, dass auch in den meisten Gewinnklassen von EuroJackpot die Gewinne einfach nur lächerlich gering sind und mit Ausschüttungsquoten von teilweise unter einem halben Prozent somit in keinem Verhältnis zu den extrem schlechten Gewinnchancen stehen.

Bei Lottohelden hat man außerdem noch die Möglichkeit für weitere 0,50 € noch an der Zusatzlotterie "2. Chance" teilzunehmen. Diese gibt es auch in der Schweiz, bei der in einer zweiten Ziehung noch einmal 5 aus 50 Zahlen gezogen werden. Diese Gewinnzahlen (siehe hier) werden dabei auch von Lottohelden übernommen. Die Gewinnbeträge hat Lottohelden jedoch selber festgelegt und liegen bei 10 € für 3 Richtige, 1.000 € für 4 Richtige und 500.000 € für 5 Richtige. In Kombination mit der Standardlotterie zum Gesamtpreis von 3,50 € erhöht sich dadurch die Ø AQ auf 42,5 % und die Gesamtgewinnchance minimal auf 1 zu 12,2 (statt 1 zu 13 ohne Zusatzlotterie).


14. PowerBall und MegaMillions

Diese beiden US-Lotterien stellen die mit Abstand schlechtesten Lotterieangebote von Lottohelden dar (gemessen an den Ø AQs wären diese sogar selbst dann noch die schlechtesten Lotterien, wenn man sie bei Lottohelden nur zum halben Preis spielen könnte). Denn die Ø AQs liegen hier (bei Sofortauszahlung des Jackpots in einem Betrag) bei unglaublich geringen 15,2 %* bei PowerBall und 13,5 %* bei MegaMillions (der für die erste Gewinnklasse ermittelte Gewinn in Höhe von 61.279.560 Dollar bei PowerBall und 63.839.850 Dollar bei MegaMillions wurde dabei auf Grundlage von 200 Ziehungen im Zeitraum vom 29.10.2017 bis 26.09.2019 bei PowerBall und vom 01.11.2017 bis 28.09.2019 bei MegaMillions berechnet und entspricht dem Ø Gewinn, den Lottohelden an seinen Gewinner als Pauschalbetrag ausbezahlt hätte, sofern es jeweils nur einen Gewinner bei ELBL gegeben hätte). Dies liegt vor allem an dem unverschämt hohen Preis von 3 € pro Tipp, der bereits 65 %* teurer ist als bei den entsprechenden Originallotterien in den USA, wo jeder Tipp jeweils nur 2 Dollar kostet (was natürlich nicht in den Spielinformationen erwähnt wird) und daran, dass Lottohelden gemäß den AGB (Abschnitt 11.8) in den ersten drei Gewinnklassen 38 % der Gewinne einbehält - jedoch nicht um diese wie in den USA für den Lotteriegewinner als Steuer an den Staat abzuführen, da Lotteriegewinne in Deutschland steuerfrei sind und auch Lottohelden als Wettanbieter mit Sitz in Malta weder Steuern an die USA noch an Deutschland bezahlen muss, sondern um sie sich in die eigenen Taschen zu stecken, so wie es auch bei allen anderen Wettanbietern üblich ist, anstatt diesen Vorteil an die Spieler weiterzugeben. Da Lottohelden die Preise ab einer bestimmten Jackpothöhe auch noch deutlich erhöht (z. B. auf 5 € pro Tipp für die MegaMillions-Ziehung am 24.10.2018) sind die Ø AQs in Wirklichkeit sogar noch etwas geringer.

Bei Lottohelden werden zwar die Gewinne in den Gewinnklassen 2 bis 9 immer 1:1 in Euro umgerechnet, auf die Ø AQs wirkt sich dies jedoch nur minimal aus (die Ø AQ wäre bei PowerBall nur 0,8 Prozentpunkte* und bei MegaMillions nur 0,6 Prozentpunkte* niedriger, wenn man auch die Gewinne in den Gewinnklassen 2 bis 9 der Originallotterie regulär umrechnen würde, wie es z. B. bei Lottoland der Fall ist). Und sollte der Euro mal unter die Parität zum US-Dollar fallen, wäre die Gewinnauszahlung bei Lottohelden in den Gewinnklassen 2 bis 9 sogar geringer als bei allen anderen Anbietern. Die derzeitigen Konditionen, zu denen die Lotterien PowerBall und MegaMillions bei Lottohelden angeboten werden, sind sogar derart miserabel, dass selbst wenn der Jackpotbetrag in den USA im oben genannten Zeitraum der 200 Ziehungen jeweils bei einer Milliarde Dollar (Rentenoption) festgesetzt worden wäre, Lottohelden bei Sofortauszahlung des Jackpots (wodurch gemäß Abschnitt 11.7 der AGB weitere 40 % des Jackpotgewinns abgezogen werden, während der Abzug bei der Originallotterie bei Auswahl der Cash-Option derzeit nur rund 20 % beträgt) im Ø nicht einmal die Hälfte (PowerBall 46,1 %* und MegaMillions 43,3 %*) der Spieleinsätze wieder an die Spieler hätte ausschütten müssen. Zu diesen beiden Lotterien habe ich bereits einen anderen Beitrag in diesem Forum mit weiteren Infos veröffentlicht, den ihr hier nachlesen könnt.

Bei Lottohelden kann man bei beiden Lotterien für 1 € zusätzlich auch noch an der entsprechenden Zusatzlotterie teilnehmen. Diese nennt sich bei PowerBall "PowerPlay" und bei MegaMillions "MegaPlier". Wer bei PowerPlay teilnimmt erhält den doppelten Gewinn in Gewinnklasse 2 und multipliziert die Gewinne in den Gewinnklassen 3 bis 9 mit der Zahl, die zufällig aus 43 Zahlen (24x2, 13x3, 3x4, 2x5, 1x10) gezogen wird (Ø 2,7674), wobei jedoch bei Jackpots über 150 Millionen Dollar der 10-fach-Multiplikator entfernt wird (Ø 2,5952). Wer bei MegaPlier teilnimmt multipliziert die Gewinne in den Gewinnklassen 2 bis 9 mit der Zahl, die zufällig aus 15 Zahlen (5x2, 6x3, 3x4, 1x5) gezogen wird (Ø 3). Schon einzeln betrachtet wären diese Zusatzlotterien mit Ø AQs von 39,4 % (PowerPlay bei Jackpot über 150 Millionen Dollar), 43 % (PowerPlay bei Jackpot bis 150 Millionen Dollar) und 42,6 % (MegaPlier) inakzeptabel. Da diese aber nur in Kombination mit der jeweiligen Hauptlotterie gespielt werden können, lohnt sich eine Teilnahme erst recht nicht, da die Ø AQ (bei Auszahlung des Jackpots in einem Betrag auf Grundlage der 200 Ziehungen im oben genannten Zeitraum) bei PowerBall mit PowerPlay bestenfalls bei 22,2 %* und bei MegaMillions mit MegaPlier bei 20,8 %* liegt.


15. El Gordo und El Niño - Spanische Weihnachts- und Dreikönigslotterie (Lotterieangebot erst wenige Wochen vor Ziehung verfügbar)

Bei diesen Lotterien werden bei einer regulären Teilnahme in Spanien jedes Jahr 70 % der eingebrachten Spieleinsätze wieder an die Spieler ausgeschüttet, was deutlich mehr ist als bei vielen anderen Lotterien. Allerdings muss man bedenken, dass das Zehntellos in Spanien nur 20 € kostet. Auf der Seite von Lottohelden kostet jedoch bei beiden Lotterien selbst ein ganzes Los noch 229,90 €, was einer Ø AQ von nur noch 60,9 % entspricht. Diese reduziert sich sogar noch, je stärker das Los geteilt wird (halbes = 48 % / fünftel = 44,5 % / zehntel = 42,6 % / zwanzigstel = 37 % / fünfzigstel = 35,4 % / hundertstel = 31,1 %). Da aber Lottohelden (ebenso wie Lottoland) bei der Lotterie El Niño auch noch in Gewinnklasse 14 (zwei richtige Endziffern der Losnummer des Hauptpreises aus der ersten Gewinnklasse) den Gewinn im Vergleich zur Originallotterie um 60 % reduziert hat und dieser somit z. B. beim Zehntellos nur noch bei 40 € (statt 100 €) liegt, sind die Ø AQs bei allen Losanteilen von El Niño sogar noch 4,3 % geringer. Für das Zehntellos muss man schon unverschämte 32,90 € bezahlen, wodurch die Kosten bereits um 64,5 % höher sind als beim Standardpreis in Spanien.

Abgesehen vom ganzen Los sollten daher alle anderen Losanteile von Lottohelden auf keinen Fall gespielt werden, da hier (ebenso wie bei den meisten Spielgemeinschaften) Aufpreise erhoben werden, für die es nicht den geringsten Grund gibt und somit nicht einmal ansatzweise gerechtfertigt sind (zumal Lottohelden lediglich als Wettanbieter fungiert). Da bei einem Zehntellos auch nur ein Zehntel der Gewinne ausbezahlt werden, sollten auch die Preise im Vergleich zum ganzen Los nur bei einem Zehntel liegen (wie beispielsweise bei Unibet, wo somit die drei kleinsten Losanteile bei El Gordo und El Niño zumindest von Finnländern deutlich günstiger gespielt werden können) und nicht noch eine zusätzliche "Fantasiegebühr" von unverschämten 43,1 % auf den Zehntelpreis des ganzen Loses für Nichts erhoben werden, die beim Zwanzigstellos sogar bei 64,4 %, beim Fünfzigstellos bei 71,8 % und beim Hundertstellos bei 95,7 % liegt. Bei der Lotterie GlücksSpirale zahlt man ja schließlich auch keine Zusatzgebühr, wenn man diese mit einem geringeren Spieleinsatz als möglich spielt.

Auch wenn die Preise bei Lottohelden im Vergleich zu den anderen deutschsprachigen Anbietern am günstigsten sind, so ändert dies nichts an der Tatsache, dass die Ø AQ bei allen Spielern, die einen Anteilsschein über Lottohelden kaufen, trotzdem noch bei unter 50 % liegt, was verglichen zum Original nicht mehr angemessen und sogar schlechter als bei fast allen staatlich angebotenen Lotterien ist. Nur das ganze Los würde sich somit noch halbwegs rentieren. Doch aufgrund des hohen Preises kann auch dieses nicht empfohlen werden. Die Gründung von privaten Tippgemeinschaften wäre jedoch eine Möglichkeit die hohen Aufpreise bei den Losanteilen zu umgehen. Wenn sich nur zwei Spieler finden, die sich den Preis eines ganzen Loses teilen, könnte man sich bereits über 21 % gegenüber dem Kauf eines halben Loses bei Lottohelden einsparen. Darüber hinaus empfiehlt es sich den Lotterieschein erst kurz vor der Ziehung (die immer am 22. Dezember bzw. 6. Januar stattfindet) abzugeben, da viele Anbieter wenige Tage vor der Ziehung noch einmal kräftig die Werbetrommel für diese Lotterien rühren und dabei meistens günstigere Preise angeboten werden.


16. El Gordo de Verano - Spanische Sommerlotterie (Lotterieangebot erst wenige Wochen vor Ziehung verfügbar)

Auch bei dieser einmal im Jahr stattfindenden Lotterie (immer am ersten Samstag im Juli) werden von Lottohelden Staffelpreise angeboten, die jedoch nicht ganz so heftig ausfallen, wie bei der spanischen Weihnachtslotterie. Allerdings liegt auch hier der Aufpreis beim Zwanzigstel- und Hundertstellos bei 50 % (Ø AQ 40,07 %) und beim Fünftel-, Zehntel- und Fünfzigstellos bei 25 % (Ø AQ 48,08 %) im Vergleich zum ganzen und halben Los (Ø AQ 60,1 %). Das Zwanzigstellos sollte man daher auf keinen Fall kaufen, da man zum Preis von 15 € auch drei Fünfzigstellose mit der gleichen Gewinnnummer kaufen könnte, wodurch man insgesamt 6 % (statt nur 5 %) des Gewinns eines ganzen Loses erhalten würde und jeder Gewinn somit 20 % höher ausfallen würde.

Im Vergleich zu Lottoland bietet Lottohelden auch diese Lotterie zu günstigeren Preisen an, wobei der Preisunterschied sogar noch deutlich höher ist als bei der spanischen Weihnachts- und Dreikönigslotterie. Beim ganzen und halben Los sind die Preise bei Lottohelden sogar mit der Originallotterie identisch, während dagegen Lottoland einen Preisaufschlag von 25 % beim ganzen Los und sogar 50 % beim halben Los verlangt. Bei der regulären Lotterie wird jedoch zusätzlich noch ein Gewinn in Höhe von 19.800.000 € unter allen Zehntellosen mit den 5 richtigen Gewinnzahlen aus der höchsten Gewinnklasse verlost, von denen es bei 10 Serien insgesamt 100 Stück gibt und von denen somit ein Zehntellos einen Gesamtgewinn von 20.000.000 € (statt nur 200.000 €) erzielt. Diese zusätzliche Gewinnchance (von 1 zu 10 Millionen je gekauftes Zehntellos) bietet Lottohelden jedoch nicht an, weshalb die Ø AQ beim ganzen und halben Los auch nur bei 60,1 % liegt (anstelle von 70 % bei der Originallotterie).

Die Gesamtgewinnchance beträgt bei der spanischen Sommerlotterie 36,3 % (und liegt damit nur knapp hinter der spanischen Dreikönigslotterie bei der die Gewinnchance mit 37,9 % etwas höher ist, während man dagegen bei der spanischen Weihnachtslotterie nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 15,3 % einen Gewinn erzielt). Sofern die gekaufte Losgröße jedoch kleiner als ein halbes Los ist, gewinnt man in den meisten Fällen nicht einmal seinen Spieleinsatz zurück. Die Chance einen Gewinn zu erzielen, der höher als der Spieleinsatz ist, beträgt bei allen Losgrößen nur 6,3 % (bei der spanischen Dreikönigslotterie sind es 1,9 % beim Hundertstellos und 7,9 % bei allen anderen Losgrößen und bei der spanischen Weihnachtslotterie bei allen Losgrößen 5,3 %).


17. SilvesterMillionen (Lotterieangebot erst wenige Wochen vor Ziehung verfügbar / Ziehung durch Lottohelden)

Die Ziehung dieser Lotterie findet, wie der Name bereits verrät, jedes Jahr zu Silvester (also am 31. Dezember) statt und wird von Lottohelden durchgeführt. Der Spieleinsatz für eine Losnummer, die Gewinnbeträge und die Ausschüttungsquote sind identisch mit der Originallotterie von lotto-bw.de. Bei Lottohelden hat man sogar noch den Vorteil, dass man sich seine eigene Losnummer auswählen kann, sofern diese nicht bereits von einem anderen Spieler verwendet wurde. Denn ebenfalls wie beim Original und auch bei WorldMillions wird jede Losnummer nur einmal vergeben, was aber zumindest den Vorteil hat, dass man sich den Höchstgewinn nie mit anderen Spielern teilen muss. Da es jedoch somit insgesamt nur 1.000.000 Lose gibt, kann es durchaus sein, dass bereits vor Annahmeschluss alle Lose ausverkauft sind.

Die Ø AQ dieser Lotterie ist mit 60 % zwar überdurchschnittlich hoch, allerdings fließen davon 75 % allein in die beiden höchsten Gewinnklassen, bei denen die Wahrscheinlichkeit auch nur eine davon zu erreichen schlechter als 1 zu 100.000 ist. Setzt man Spieleinsatz, Gewinnchancen und Gewinnhöhe ins Verhältnis, so kommt man in der höchsten Gewinnklasse bei keiner anderen Lotterie von Lottohelden (abgesehen vom KENO Typ 2) auf ein "besseres" Ergebnis, da bei dieser Lotterie von allen Spieleinsätzen 40 % in die erste Gewinnklasse ausgeschüttet werden. Gerade dieser hohe Wert (ausgerechnet in der unwahrscheinlichsten Gewinnklasse) ist es letztendlich, was sowohl Lottohelden als auch nahezu alle anderen Glücksspielanbieter völlig zu Unrecht als besonders vorteilhaft für die Spieler anpreisen.

Bei fast allen Lotterieangeboten wird daher lediglich die höchste Gewinnklasse zum Vergleich mit anderen Lotterien herangezogen, während alle anderen Gewinnklassen keine große Rolle zu spielen scheinen. Man liest dann häufig, die Wahrscheinlichkeit auf einen Gewinn in der höchsten Gewinnklasse sei X Mal besser als bei der Lotterie Y. Dass die Gewinnwahrscheinlichkeit für die erste Gewinnklasse aber trotzdem noch so schlecht ist, dass der Normalsterbliche diese in der Regel niemals erreichen wird, wird natürlich verschwiegen. Würde beispielsweise die Ziehung der Lotterie SilvesterMillionen nicht einmal im Jahr sondern jeden Monat stattfinden und würde man 100 € (also 10 Lose) pro Monat in diese Lotterie stecken, dann würde bei einer Spielteilnahme über 40 Jahre und einer Gesamtinvestitionssumme von 48.000 € die Chance bei lediglich 1,9 % liegen, die höchste Gewinnklasse dabei mindestens einmal zu erreichen.

Fast noch dramatischer ist jedoch die Tatsache, dass für 50.000 der insgesamt 51.009 Gewinner, die es bei dieser Lotterie geben kann (sofern alle Lose verkauft werden), nur 5 % der Spieleinsätze ausgeschüttet werden und auch die Wahrscheinlichkeit lediglich seinen Einsatz wiederzusehen gerade einmal bei 5 % liegt. Und selbst wenn man seinen Einsatz von 10 € zurückbekommen sollte, hat man ja unter dem Strich noch nichts gewonnen. Die Chance tatsächlich etwas zu gewinnen liegt somit nur bei 1 zu 991. Bei einer so geringen Gewinnchance, die (abgesehen von der "Sieger-Chance") sogar noch deutlich schlechter ist als bei allen anderen Spielangeboten von Lottohelden, sollte man sich daher gut überlegen, ob man dafür wirklich 10 € riskieren möchte.


18. Deutsche Weihnachts-, Oster- und Halloweenlotterie (Lotterieangebot erst wenige Wochen vor Ziehung verfügbar / Ziehung durch Lottohelden)

Bei der Deutschen Weihnachtslotterie (Ziehung am 26. Dezember), Osterlotterie (Ziehung am Ostermontag) und Halloweenlotterie (Ziehung am 31. Oktober) handelt es sich um jeweils eigene Lotterien von Lottohelden, bei denen (wie auch bei SilvesterMillionen) die Ziehung der Gewinnzahlen unseriöserweise von Lottohelden selbst vorgenommen wird. Die Zahlen werden dabei von einem angeblich zertifizierten Zufallszahlengenerator von ELBL generiert. Da es bei diesen Lotterien ein deutlich erhöhtes Manipulationsrisiko gibt und somit die Möglichkeit besteht, dass sich der Zufallszahlengenerator "zufälligerweise" genau die Gewinnzahlen raussucht, bei denen die Gesamtsumme der Gewinnauszahlungen an die Spieler am geringsten ist, sollten diese gar nicht erst bei Lottohelden gespielt werden.

Die Ø AQs (ohne Manipulation) sind vergleichsweise gut und liegen bei der Oster- und Halloweenlotterie (die übrigens beide exakt identisch sind) bei 54,7 % und bei der Deutschen Weihnachtslotterie bei 54,2 %. Da bei der Oster- und Halloweenlotterie zudem die Gewinnausschüttungen in den unteren Gewinnklassen erheblich höher sind, ist das Verlustpotential dort deutlich geringer als bei der Deutschen Weihnachtslotterie. Die Gesamtgewinnchance liegt bei der Oster- und Halloweenlotterie bei 32,3 %, allerdings liegt die Chance einen Gewinn zu erzielen, der höher als der Spieleinsatz ist, nur bei 2,3 %. Bei der Deutschen Weihnachtslotterie liegt die Gesamtgewinnchance bei 31,2 % und die Wahrscheinlichkeit mehr als seinen Spieleinsatz zu gewinnen liegt sogar nur bei 1,2 %.


19. Systemscheine, System-Anteile und Spielgemeinschaften

Systemscheine bzw. Vollsysteme werden häufig damit beworben, dass man mit diesen nicht nur bessere Chancen hat eine bestimmte Gewinnklasse zu erreichen, sondern dass man im Gewinnfall sogar Mehrfachgewinne erzielt. Davon sollte man sich jedoch nicht täuschen lassen, da die Mehrfachgewinne vollständig durch die geringere Gewinnwahrscheinlichkeit diese zu erreichen ausgeglichen werden. Wer z. B. über den Systemschein von EuroMillions 6 Zahlen ankreuzt (was sechs Standardtipps entspricht), gewinnt bei 2 Richtigen insgesamt vier Mal. Dafür erhöht sich jedoch die Wahrscheinlichkeit 2 Richtige zu erzielen nur auf 1 zu 15,6 (anstelle von 1 zu 21,9 bei einem Einzeltipp). Würde man dagegen sechs zufällige Einzeltipps abgeben, bei denen es keine Mehrfachgewinne gibt, würde sich die Chance dabei mindestens einmal 2 Richtige zu erzielen deutlich auf 1 zu 4,1 erhöhen.

Da Vollsysteme recht teuer sind, werden häufig System-Anteile angeboten, bei denen man nur einen bestimmten Anteil am regulären Preis zu zahlen hat, dafür aber im Gewinnfall auch nur denselben Anteil am Gewinn erhält. Spielgemeinschaften sind dabei praktisch das gleiche wie System- oder Spielanteile, nur dass dort in der Regel noch unnötigerweise ein zusätzlicher Aufpreis zu bezahlen ist und meistens mehrere Lotterieanteile (teilweise auch von verschiedenen Lotterien) gleichzeitig angeboten werden (vermutlich damit der ungerechtfertigte Aufpreis, der selbstverständlich nirgendwo in der Spielbeschreibung erwähnt wird, nicht so leicht erkennbar ist). Wegen den Zusatzgebühren sind Spielgemeinschaften daher grundsätzlich nicht empfehlenswert, da diese ohne Mehrwert für den Spieler sind und häufig nur zur gierigen Bereicherung des Anbieters missbraucht werden (z. B. hier - wo sich über 36 % der Spieleinsätze der Anbieter selbst in den Rachen schiebt. Hier liegt der Aufpreis zum fairen Preis bereits bei skandalösen 56,8 % und die Ø AQ nur noch bei 31,9 %). Bei Wettanbietern wie Lottohelden beteiligen sich dabei noch nicht einmal echte Spieler an den Spielgemeinschaften, auch wenn dies in den jeweiligen Spielbeschreibungen unseriöserweise bewusst falsch dargestellt wird. In Wirklichkeit wird wie bei den System-Anteilen nur ein bestimmter Anteil am jeweiligen Gesamtpreis der Spielsysteme berechnet und dafür im Gewinnfall auch nur ein bestimmter Anteil des Gewinns ausbezahlt.

Die von Lottohelden bei bestimmten Lotterien angebotenen Systemscheine sowie die System-Anteile (von Lottohelden "System-Chance" genannt) sind insgesamt neutral zu werten, da hier erwartungsgemäß keine Zusatzgebühren erhoben werden. Die Ø AQs in den einzelnen Gewinnklassen variieren zwar je nach gewähltem System, an der Ø Gesamt-AQ ändert sich dadurch jedoch nichts, so dass diese Spielscheine praktisch keine Vorteile gegenüber dem Normalschein bieten. Bei den System-Chancen sind die Gewinnchancen zwar höher, aber dafür auch die Gewinne in den einzelnen Gewinnklassen im Verhältnis zum Spieleinsatz deutlich geringer. Die Wahrscheinlichkeit einen Ø Gewinn zu erzielen, der höher als der Spieleinsatz ist, ist bei der System-Chance "EuroMillions XL" zum Preis von 21 € mit 1 zu 41,4 und bei "EuroMillions XXL" zum Preis von 42 € mit 1 zu 92,8 sogar noch deutlich schlechter als bei einem Einzeltipp, bei dem die Chance darauf nur bei 1 zu 13 liegt.

Die Aufpreise der insgesamt 42 angebotenen Spielgemeinschaften (und 9 XXL-Chancen) von Lottohelden könnten dagegen unterschiedlicher kaum sein. Den höchsten Aufpreis mit 25 % zum fairen Preis (berechnet von den Standardpreisen) zahlt man bei der Spielgemeinschaft "LOTTO 6aus49 Super-Chance (1.000 Chancen)", EuroJackpot 5, EuroJackpot 10 und EuroJackpot 15, wodurch die Ø AQs jeweils nur noch bei 40 % liegen (bei den XXL-Chancen wird der höchste Aufpreis zum fairen Preis bei der 704-Chancen-Variante von EuroJackpot zum Gesamtpreis von 12 € erhoben und beträgt dort sogar 32,7 %, was einer Ø AQ von nur noch 37,7 % entspricht). Eine noch geringe Ø AQ von unter 40 % erreichen jedoch jeweils die drei Spielgemeinschaften EuroMillions Start, EuroMillions Jäger und EuroMillions Super-Chance (sowie die jeweils günstigste XXL-Chance für EuroJackpot zum Preis von 12 € und für EuroMillions zum Preis von 13 €, mit jeweils 705 Chancen). Positiv zu werten ist dagegen, dass es sogar bei 18 Spielgemeinschaften (und 5 XXL-Chancen) einen Rabatt auf den fairen Preis gibt (dies ist zwar für Spielgemeinschaften sehr ungewöhnlich, überrascht allerdings auch nicht allzu sehr, wenn man berücksichtigt, dass es bei den Spielgemeinschaften von Lottohelden keine echten Mitspieler gibt und Lottohelden somit hierfür keinen zusätzlichen organisatorischen Aufwand betreiben muss). Bei 13 davon (und 3 XXL-Chancen) liegt die Ø AQ dadurch sogar bei über 50 %. Spitzenreiter ist derzeit die Spielgemeinschaft "LOTTO 6aus49 Super-Chance (2.500 Chancen)" mit einer Ø AQ von 64,1 % (bei den XXL-Chancen erreicht die 2.052-Chancen-Variante von LOTTO 6aus49 zum Gesamtpreis von 20,20 € die höchste Ø AQ mit 63,9 %).

Bei den Spielgemeinschaften (und auch System-Anteilen) darf man nie vergessen, dass man bei einem Gewinn in der höchsten Gewinnklasse, auf die es ja die meisten Spieler abgesehen haben, nur einen bestimmten Anteil der Gewinnsumme ausbezahlt bekommt. Bei einem Jackpot im LOTTO 6aus49 in Höhe von 10 Millionen Euro müsste man sich diesen beispielsweise bei einer Teilnahme über die Spielgemeinschaft "Duo Jackpot (2.500 Chancen)" im LOTTO-Vollsystem 011 mit 200 anderen imaginären Spielern teilen, so dass "nur" noch 50.000 € (sofern es keine weiteren Jackpotgewinner bei ELBL gibt und der Jackpot auch von keinem Spieler bei der Originallotterie geknackt wurde) als Gewinn übrig blieben (und das bei einem Spieleinsatz von immerhin 24 €). Ein paar systembedingte Mehrfachgewinne in den darunterliegenden Gewinnklassen würden zwar auch noch hinzukommen, doch diese würden sich bei einem Gewinn im LOTTO-Vollsystem 011 auf durchschnittlich weniger als 1.700 € pro Anteil belaufen.


20. HotPicks

Durch die von Lottohelden angebotenen sogenannten HotPicks hat der Spieler, ähnlich wie bei KENO, die Möglichkeit auch bei den vier Lotterien LOTTO 6aus49, EuroJackpot, EuroMillions und SuperLotto die Anzahl der getippten Zahlen selber festzulegen. Wie beim KENO sind auch dort die Gewinne fix und somit nicht davon abhängig, wie viele Gewinner es in dieser Gewinnklasse gibt. Anders als beim KENO (abgesehen vom Typ 2), gewinnt man bei den HotPicks jedoch immer nur dann, wenn alle getippten Zahlen gezogen werden. Außerdem kann man den Spieleinsatz nicht selber festlegen, sondern dieser orientiert sich meistens am Preis, den man bei Lottohelden für die Standardlotterie bezahlt (bei SuperLotto zahlt man jedoch nur den halben Preis). Wer daher z. B. bei den HotPicks ebenfalls 6 Zahlen für die Lotterie LOTTO 6aus49 auswählt, kann zwar (bei gleichem Spieleinsatz und gleich geringer Gewinnchance von rund 1 zu 14 Millionen) immerhin 5 Millionen Euro gewinnen, sofern alle 6 Zahlen richtig getippt wurden (anstelle von durchschnittlich nur 574.597 € in der zweiten Gewinnklasse von LOTTO 6aus49), sollte man jedoch nur 5 Zahlen oder weniger richtig getippt haben, hat man leider Pech gehabt und gewinnt überhaupt nichts.

Wer bei den HotPicks weniger als die maximal mögliche Anzahl an Zahlen tippt, sollte außerdem berücksichtigen, dass die Gewinnchancen deutlich schlechter sind, als die Chance auf die gleiche Anzahl an Richtigen bei der entsprechenden Originallotterie, wo grundsätzlich 6 Zahlen getippt werden. Bei den HotPicks von LOTTO 6aus49 ist daher z. B. die Gewinnchance bei 5 getippten Zahlen 5,9 mal so schlecht, bei 4 getippten Zahlen 13,7 mal so schlecht und bei 3 getippten Zahlen sogar 16,3 mal so schlecht, wie die Chance auf die entsprechende Anzahl an Richtigen beim regulären LOTTO 6aus49.

Gemessen an den Ø AQs sind die drei schlechtesten HotPicks "5 Zahlen bei SuperLotto" (22,8 %), "4 Zahlen bei LOTTO 6aus49" (35,4 %) und "6 Zahlen bei LOTTO 6aus49" (35,8 %). Die besten drei HotPicks sind dagegen "2 Zahlen bei LOTTO 6aus49" (63,8 %), "1 Zahl bei LOTTO 6aus49" (61,2 %) und "3 Zahlen bei EuroMillions" (55,7 %). Im Ganzen betrachtet sind die insgesamt 21 HotPicks von Lottohelden eher negativ zu werten, da nur bei 7 davon die Ø AQ bei über 50 % liegt.


21. Sofortlotterien (Rubbellose und Onlinespiele)

Bei den Rubbellosen von Lottohelden gibt es ebenfalls große Unterschiede in den Ø AQs, so dass man auch hier auf die Auswahl der Rubbellose unbedingt achten sollte. Sofern die Gewinntabellen von Lottohelden korrekt angegeben wurden, schneiden derzeit mit Ø AQs von unter 50 % die drei Rubbellose "Tresor Knacker" (34,2 %), "GlücksLos" (40,3 %) und "Rubbel-Millionär" (46 %) am schlechtesten ab. Die drei Rubbellose mit der höchsten Ø AQ sind "Royal 7" (67,2 %), "Viel Glück" (66 %) und "Las Vegas" (65,6 %). Eine ausführliche Analyse und Rankingübersicht aller Sofortlotterien von Lottohelden und Lottoland, bei denen Gewinntabellen veröffentlicht wurden, könnt ihr in meinem Beitrag hier nachlesen. Die Gewinnchancen sind übrigens bei jeder Spielteilnahme identisch, da bereits gekaufte Lose nicht aus dem "Lostopf" verschwinden. Bei jedem einzelnen Loskauf wird somit immer ein Los zufällig von der Gesamtzahl aller Lose ausgewählt. Aus diesem Grund können die digitalen Rubbellose von Lottohelden auch nie ausverkauft sein. Da man jedoch nie weiß, wie "zufällig" tatsächlich die einzelnen Lose von der Software ausgewählt werden, ist das Manipulationsrisiko bei den Online-Rubbellosen somit auch nicht geringer als bei den Onlinespielen, bei denen die Ø AQs zum Teil bei über 95 % liegen, so dass es vorteilhafter wäre anstelle der Rubbellose die anderen Sofortlotterien mit den höheren Ø AQs zu spielen.

Die Rubbellose "Bingo Purple", "Bingo Blue" und "Bingo Pink" stellen derzeit die unseriösesten Rubbellose in Bezug auf den angepriesenen Hauptgewinn dar und sollten daher, sofern man es lediglich darauf abgesehen hat, auf keinen Fall gespielt werden, da die Gewinnchance auf die höchste Gewinnklasse bei allen drei Bingo-Rubbellosen bei unverschämt niedrigen 1 zu 10,85 Billionen liegt. Die Chance auf den Gewinn des Jackpots bei der Lotterie EuroJackpot ist somit über 100.000 Mal besser. Auch die Chance, dass man beim französischen Roulette auf eine beliebige Zahl setzt und diese dann 8 Mal hintereinander gezogen wird (oder dass man auf rot oder schwarz setzt und diese Farbe dann 40 Mal hintereinander gezogen wird) wäre noch über dreimal so gut. Und um noch einen dritten Vergleich zu wählen: würde jeder Mensch auf der Welt ein "Bingo-Purple-Rubbellos" spielen, so würden nicht einmal 1.300 Erdkugeln ausreichen, dass im Ø auch nur ein Spieler den im Vergleich zur Gewinnchance läppischen Hauptpreis von nur 50.000 € gewinnt.

Bei den von Lottohelden angebotenen Onlinespielen "25 Card Cash", "Cash Buster Extreme", "Cash Buster Towers", "Big Money Slingo Bonus", "Super Cash Buster", "Schatz der Maya", "Cash Wheel", "Slingo", "Schatztruhe" und "Robinson Cash" wird dem Spieler ungerechterweise vorgetäuscht, dass die im Spiel stattfindenden Aktionen (z. B. Würfeln oder Drehscheibe betätigen) zufällig ablaufen, was jedoch nicht der Fall ist. Denn auch hier ist das Ergebnis (ebenso wie bei den Rubbellosen) bei jeder Spielrunde bereits zu Beginn festgelegt bzw. vorherbestimmt. Auch die Entscheidungen des Spielers, wie z. B. die Auswahl bestimmter Spielfelder, beeinflussen das Spielergebnis nicht. Aber zumindest steht dies fairerweise bei jedem Spiel auch in der Spielbeschreibung (dazu muss man aber erst einmal das Spiel selbst öffnen, dann den Button mit den drei Strichen in der Mitte suchen, anklicken und den Text ganz nach unten scrollen). Es wäre somit ein Trugschluss zu glauben, man hätte vielleicht mehr gewinnen können, wenn man bei bestimmten Auswahloptionen andere Felder angeklickt hätte. Ebenso falsch wäre es zu glauben, man hätte beispielsweise bei "Super Cash Buster" den Höchstgewinn nur knapp verfehlt, weil nur ein zusätzlicher gelber Block gefehlt hat, denn theoretisch könnte man tausende solcher Spielabläufe im Voraus festlegen, ohne dass dabei dieser eine fehlende Block zerstört wird. Solche angeblich nur knapp verfehlten Gewinne sollen die Spieler nur dazu animieren noch mehr Geld in diese Onlinespiele (genaugenommen handelt es sich dabei eher um Spielfilme mit kleinen Unterbrechungen dazwischen) zu stecken, so dass man sich nicht zu wundern braucht, wenn man viele Geldgewinne augenscheinlich nur knapp verfehlt.

Im Gegensatz zu den anderen Spielangeboten von Lottohelden werden bei fast allen Onlinespielen die Ø AQs direkt angegeben und liegen zwischen 60,07 % (Robinson Cash) und 99,18 % (Three Hand Casino Hold'em). Bei all diesen Spielen muss man jedoch darauf vertrauen, dass die in der Spielbeschreibung aufgeführten Ø AQs korrekt sind. Hierbei handelt es nämlich um Spielangebote, bei denen es nicht möglich ist die Ø AQs selber zu berechnen, da Lottohelden leider seinen Spielern verschweigt, mit welcher Wahrscheinlichkeit die einzelnen Gewinnklassen erreicht werden. Sofern die angegebenen Ø AQs jedoch tatsächlich zutreffend sein sollten, sieht man bereits mit einem Blick, wie viel Prozent der Spieleinsätze durchschnittlich wieder an die Spieler ausgeschüttet werden. Doch selbst wenn es bei diesen Spielen (so wie auch bei den Rubbellosen) Gewinntabellen geben würde, hätte man immer noch keine Gewähr dafür, dass die daraus berechneten Ø AQs korrekt sind, da sich der Anbieter bei den angegebenen Werten auch verrechnet oder vertippt haben kann und natürlich auch bewusst falsche Angaben veröffentlicht werden können. Lediglich bei den staatlichen Standardlotterien bei denen die Zahlen durch ein vom Wettanbieter unabhängiges Ziehungsgerät per Lostrommel und somit absolut zufällig gezogen werden, lassen sich die Ø AQs anhand von Wahrscheinlichkeitsberechnungen mathematisch beweisen und sind somit mit Gewissheit zutreffend ohne dass man sich dabei auf irgendwelche Angaben vom Wettanbieter verlassen müsste. In diesem Fall kann auch eine Manipulation nahezu vollständig ausgeschlossen werden, da die Ziehung physisch (also nicht digital durch ein Softwareprogramm) erfolgt.

Die vier Blackjack-Onlinespiele beinhalten als einzige Glücksspiele von Lottohelden sogar eine strategische Komponente, bei der die Ø AQ somit von der Spielerfahrung des Spielers abhängt. Die in den Spielen angegebene Ø AQ von meist über 99 % ist daher mit äußerster Vorsicht zu genießen, da sich diese aufgrund der jeweils individuellen Entscheidungen des Spielers nicht mit einer mathematischen Formel berechnen lässt und vom Spielentwickler somit höchstwahrscheinlich nur bei Anwendung der bestmöglichen Strategie (hierzu kann man im Internet diverse Strategie-Tabellen finden, wie z. B. hier) bei einer Vielzahl von Testspielen mit dem Durchschnittswert berechnet wurde. Bei Spielern, die daher absolut keine Ahnung von Blackjack haben und einfach mal auf gut Glück ein Testspiel spielen und somit z. B. bei einem eigenen Gesamtkartenwert von unter 12 (also bei keinem Risiko die 21 zu übertreffen) trotzdem keine weitere Karte ziehen, fällt die Ø AQ erheblich geringer aus. Da Lottohelden natürlich kein Interesse daran hat, dass der Spieler möglichst nahe an die höchstmögliche Ø AQ herankommt, verwundert es daher kaum, dass Lottohelden für seine Spieler keine Strategie-Tabelle veröffentlicht.

Die Ø AQs der von Lottohelden angebotenen Onlinespiele "10 Cent Roulette" (97,3 %), "Lottohelden Roulette" (97,3 %), "European Roulette Pro" (97,3 %), "KENO Sofort!" (95,3 %), "American Roulette" (94,7 %), "Bingo Jackpot" (94,7 %), "Bingo 75" (94,5 %), "Bingo 90" (94,3 %) und "Super Wheel" (92,3 %) lassen sich dagegen wieder selbst berechnen und sind deutlich höher als bei vielen anderen Spielangeboten von Lottohelden. Allerdings muss man bei diesen Spielen grundsätzlich darauf vertrauen, dass der in der Software eingebaute Zufallsgenerator auch wirklich zufällige Zahlen auswählt und sich nicht an der Tippabgabe des Spielers orientiert. Das "American Roulette" sollte man jedoch auf keinen Fall spielen, da die anderen drei Roulette-Varianten bei gleichen Gewinnquoten rund 2,7 % bessere Gewinnchancen bieten. Wer es beim Bingo auf einen Gewinn in den höchsten Gewinnklassen abgesehen hat, sollte unbedingt "Bingo Jackpot" dem "Bingo 75" (das vom Spielaufbau exakt identisch ist) vorziehen, da dort der Höchstgewinn immerhin eine Million Mal so hoch wie der Einsatz ist (statt nur 5.000 Mal so hoch, was gemessen an der Wahrscheinlichkeit von rund 1 zu 410 Millionen wohl auch eher ein schlechter Witz sein sollte, zumal bei "Bingo 90" die Chance auf den selben Höchstgewinn 28 Mal besser ist) und auch der Gewinn in der zweiten und dritten Gewinnklasse um 25 % höher ist, während dieser lediglich bei der Gewinnkombination "Einfaches Bingo - über mittleres Feld" mit 30 % (statt 35 %) des Spieleinsatzes etwas geringer ausfällt als bei "Bingo 75". Das Spiel "KenoGo" von Lottoland ist von den Gewinnquoten her mit dem Spiel "KENO Sofort!" von Lottohelden identisch, bietet jedoch den zusätzlichen Vorteil, dass man dort sogar mit nur 0,10 € Einsatz spielen kann, wodurch man bei den KENO-Typen 3, 6, 7, 8 und 10 eine noch höhere Ø AQ erzielt, da bei der Gewinnauszahlung halbe Cents auf volle Cents aufgerundet werden. Darüber hinaus bietet Lottoland mit dem Spiel "KeNow Play" noch eine zweite KENO-Sofortlotterie an, bei der die Ø AQs der einzelnen KENO-Typen ebenfalls bei rund 95 % liegen, die Gewinnquoten jedoch andere sind (siehe hier). Dort kann man z. B. (bei gleicher Gewinnchance) als Höchstgewinn beim KENO-Typ 8 das Doppelte, beim KENO-Typ 9 das Vierfache und beim KENO-Typ 10 sogar das Zehnfache im Vergleich zu "KENO Sofort!" gewinnen.


Fazit:

- Die beste Lotterie von Lottohelden mit einer Ø AQ von über 61 % ist aktuell MiniLos. Auf eine noch höhere Ø AQ für Lotteriewetten, bei denen die Gewinnzahlen nicht vom Anbieter selbst ermittelt werden, kommt bislang nur noch das von Lottoland angebotene "Keno 24/7".
- Das Zwanzigstel- und Hundertstellos der spanischen Sommerlotterie sowie alle kleineren Losanteile als dem halben Los der spanischen Weihnachts- und Dreikönigslotterie (auch als El Gordo und El Niño benannt) sollte man aufgrund der hohen Aufpreise nicht spielen. Private Tippgemeinschaften sind daher bei diesen Lotterien besonders empfehlenswert, da man dadurch auch mit einem geringeren Spieleinsatz von der relativ hohen Ø AQ des ganzen Loses profitieren kann, die bei 60,1 % (Sommerlotterie), 60,9 % (El Gordo) bzw. 58,3 % (El Niño) liegt.
- Bei der Lotterie WorldMillions liegt die Ø AQ erst bei einer Jackpothöhe von 114 Millionen Euro bei über 50 %. Bei Lottoland kann die Lotterie auch mit einem günstigeren Spieleinsatz von nur 5 € oder 1 € gespielt werden.
- Die Lotterie EuroMillions kann man auf lottoland.pt für nur 2 € pro Tipp spielen, wodurch die bei immerhin 55 % liegt (statt nur bei 36,7 %).
- Bei der GlücksSpirale liegt die Ø AQ nur noch bei 39 %, weshalb eine Spielteilnahme grundsätzlich nicht empfohlen werden kann, zumal bei Lottohelden trotz der geringen Ø AQ keine Gelder an gemeinnützige Organisationen gespendet werden. Die Lotterie "25 Fette Jahre" erreicht dagegen eine Ø AQ von deutlich besseren 48 %, wobei man jedoch die Zusatzlotterie "Super Fette Jahre" dringend meiden sollte, da sich sonst die Ø AQ auf nur noch 37 % reduziert und damit sogar schlechter wäre als bei der GlücksSpirale.
- Die Lotterie SonntagsLotto sollte man bei Lottoland spielen, da dort der Tipppreis nur bei 1,75 € liegt und auch die Ø AQ mit 43,7 % etwas höher ist als bei Lottohelden, wo die Ø AQ nur bei 39,4 % liegt. Besser wäre jedoch auch bei Lottoland auf diese Lotterie zu verzichten und sich lieber für eine Lotterie mit einer höheren Ø AQ (mindestens 50 %) zu entscheiden.
- Bei den Lotterien PowerBall und MegaMillions sind die Konditionen bereits so schlecht, dass ein Preisvergleich mit anderen Anbietern wenig Sinn ergibt. Selbst wenn Lottohelden diese Lotterien (bei sonst gleichen Bedingungen) für nur 1 € (statt 3 €) pro Tipp anbieten würde, würde die Ø AQ bei Sofortauszahlung des Gewinns in der ersten Gewinnklasse (auf Grundlage von 200 betrachteten Ziehungen) trotzdem nur bei 45,7 %* bei PowerBall und 40,5 %* bei MegaMillions liegen (während es z. B. beim KENO Typ 3 immerhin 50,7 % sind). Diese Lotterien sind daher die mit Abstand schlechtesten uns sollten somit auf gar keinen Fall gespielt werden.
- Bei der jeweils identischen Oster- und Halloweenlotterie, bei der Deutschen Weihnachtslotterie und bei der Lotterie SilvesterMillionen werden die Gewinnzahlen unseriöserweise von Lottohelden selbst generiert, wodurch ein deutlich erhöhtes Manipulationsrisiko besteht. Bei der Lotterie SilvesterMillionen liegt die Chance mehr als seinen Spieleinsatz zu gewinnen bei lediglich 1 zu 991. Auf eine so schlechte Gewinnchance kommt so gut wie keine andere Lotterie, so dass man unabhängig von der Manipulationsgefahr und trotz der relativ hohen Ø AQ von 60 % besser beraten wäre gar nicht erst an dieser Lotterie teilzunehmen, zumal der Spieleinsatz von 10 € auch noch im Vergleich zu anderen Lotterien sehr hoch ist.
- Bei den vier deutschen Zusatzlotterien Plus 5, Super 6, Spiel 77 und Sieger-Chance ist die Ø AQ jeweils geringer als bei der Hauptlotterie, weshalb man auf diese Zusatzangebote besser verzichten sollte. Dies gilt insbesondere für die Sieger-Chance, da hier die Wahrscheinlichkeit überhaupt einen Gewinn zu erzielen nur bei rund 1 zu 47.000 liegt. Negativ auffallend ist zudem, dass die Ø AQ umso geringer ist, je höher der Preis dieser Zusatzlotterien ist. Bei den beiden JOKER-Zusatzlotterien sind die Ø AQs zwar etwas höher, liegen aber trotzdem noch unter 50 %. LOTTO Plus erreicht dagegen mit 55,9 % die höchste Ø AQ aller Zusatzlotterien.
- Systemscheine und System-Anteile bieten trotz des hohen Preises im Vergleich zum Standardtipp kaum Vorteile. Die Spielgemeinschaft mit der höchsten Ø AQ ist "LOTTO 6aus49 Super-Chance (2.500 Chancen für 20 €)" (mit 64,1 %) und die mit der niedrigsten Ø AQ "EuroMillions Super-Chance (1.000 Chancen für 12 €)" (mit 32,9 %). Die XXL-Chance mit der höchsten Ø AQ ist "LOTTO 6aus49 (2.053 Chancen für 20,20 €)" (mit 63,9 %) und die mit der niedrigsten Ø AQ "EuroMillions (705 Chancen für 13 €)" (mit 32,3 %).
- Bei den HotPicks gibt es immer nur eine Gewinnklasse, so dass man leider grundsätzlich nur dann gewinnt, wenn alle getippten Zahlen gezogen werden. Die höchste Ø AQ erreicht man, wenn man 2 Zahlen bei "LOTTO 6aus49" auswählt (63,8 %) und die geringste Ø AQ, wenn man 5 Zahlen bei "SuperLotto" auswählt (22,8 %).
- Bei den Rubbellosen hat man leider keine Gewähr dafür, dass die angegebenen Gewinntabellen auch tatsächlich stimmen. Das Rubbellos mit der höchsten Ø AQ wäre demnach "Royal 7" (mit 67,2 %) und das mit der niedrigsten Ø AQ "Tresor Knacker" (mit 34,2 %).
- Die besten Onlinespiele (ohne Automaten) mit Ø AQs von ca. 95 % sind bei tatsächlich zufälliger Ziehung der Zahlen "10 Cent Roulette", "Lottohelden Roulette", "European Roulette Pro", "KENO Sofort!", "Bingo Jackpot", "Bingo 75" und "Bingo 90". Bei Lottoland kann jedoch das Spiel "KenoGo" bereits mit einem Einsatz von nur 0,10 € gespielt werden, wodurch die Ø AQs bei fünf KENO-Typen höher ausfallen als bei "KENO Sofort!". Die schlechtesten Onlinespiele mit Ø AQ von unter 65 % sind "Cash Wheel", "Slingo", "Schatztruhe 7x7" und "Robinson Cash". Bei den Automatenspielen liegt die höchste Ø AQ bei "Snake" (98 %) und die geringste bei "Bubble Hits" (ab 94,4 %).

Wie schon bereits mehrfach angesprochen, sollte man abgesehen von der Ø Gesamt-AQ immer auch darauf achten, wie hoch die Ø AQs in den unteren Gewinnklassen sind, da bei den meisten Lotterien von Lottohelden (z. B. bei Daily Million mit 56 %, EuroMillions mit 60 % und EuroJackpot mit 48 % der Ø Gesamt-AQ) der größte Anteil der Gewinnauszahlung in die unwahrscheinlichste Gewinnklasse fließt und somit kaum noch etwas für die unteren Gewinnklassen übrig bleibt, bei denen man die meisten Gewinne erzielt. Langfristig gesehen verliert man bei solchen Glücksspielen das meiste Geld. Die am Ende der untenstehenden Grafik angegebenen Wertungen für die einzelnen Lotterien berücksichtigen daher die unteren Gewinnklassen stärker und geben einen guten Überblick über die zu erwartenden Verluste bei den einzelnen Spielangeboten. Je geringer die Wertung, desto höher die Verluste. Für jeden Punkt, den die Wertung unter 10 liegt, sollte man daher mit einem Verlust von mindestens 10 % seines Spieleinsatzes rechnen. Bei "KENO Sofort! (Typ 6)" also mit mindestens 5 %, bei "KENO (Typ 5)" mit mindestens 50 %, bei "Daily Million" mit mindestens 75 % und bei "MegaMillions (ohne MegaPlier)" sogar mit mindestens 95 % Verlust.

Alle von Lottohelden angebotenen Lotterien können jedoch (mit Ausnahme von LOTTO 6aus49, EuroMillions und SonntagsLotto) zum Standardpreis für Spieler in Deutschland nirgendwo zu besseren Konditionen gespielt werden. Das macht Lottohelden zwar zum besten Wettanbieter auf Lotterien im Internet, was jedoch keineswegs heißt, dass man deshalb irgendwelche Lotterien empfehlen könnte, da das Verlustpotenzial für den Spieler auch bei Lottohelden natürlich immer noch beträchtlich ist. Wer sich aber beim Newsletter von Lottohelden anmeldet, bekommt immer wieder per E-Mail Sonderpreise auf bestimmte Lotterien angeboten, bei denen man teilweise bis zu 50 % sparen kann, wodurch sich die Verluste deutlich reduzieren lassen. Außerdem bietet Lottohelden bei vielen Lotterien noch 10 % Rabatt auf Dauerscheine an, den man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man regelmäßig an einer bestimmten Lotterie teilnimmt. Im direkten Vergleich zu Lottoland gibt es (abgesehen vom SonntagsLotto und ggf. WorldMillions, da man diese Lotterie bei Lottoland auch mit einem geringeren Einsatz spielen kann) somit auch keine Lotterie von Lottohelden, die bei Lottoland zu besseren Bedingungen angeboten wird. Bei vielen Lotterien sind die Ø AQs bei Lottoland sogar deutlich geringer als bei Lottohelden. Wie unverschämt niedrig diese sogar bei manchen Lotterien ausfallen, könnt ihr in meinem Artikel über Lottoland lesen, den ihr hier findet.

Doch auch beim Vergleich der Lotterien von Lottohelden fällt deutlich auf, dass sich die Preise und Konditionen der Lotterien nicht am "Wohl" der Spieler orientieren, da ansonsten die Ø AQs bei allen Lotterien in etwa gleich sein müssten, sondern lediglich an der Konkurrenz. Denn andernfalls wäre es nicht nachvollziehbar, warum man bei MegaMillions und PowerBall die Lotteriepreise mit 3 € pro Tipp 65 %* höher angesetzt hat als bei der Originallotterie, obwohl man sogar noch 38 % der Gewinne in den ersten drei Gewinnklassen für sich selbst behalten kann (und sogar noch weitere 40 % in der ersten Gewinnklasse, falls man den Gewinn in einem Betrag auszahlt, wodurch die Gewinnauszahlung derzeit sogar noch deutlich unter dem Wert der Cash-Option bei der Originallotterie liegt), während Lottohelden z. B. beim österreichischen LOTTO 6aus45 keinen Preisaufschlag zur Originallotterie verlangt, obwohl man dort die Gewinne in allen Gewinnklassen sogar ohne Abzüge ausbezahlt bekommt. Da die Lotteriebedingungen somit auf Grundlage der anderen Wettanbietern festgelegt werden und somit offenbar kein Interesse daran besteht für die Kunden in etwa gleich faire Lotterien anzubieten, ist man bei Lottohelden derzeit auch nicht bereit die Konditionen von MegaMillions und PowerBall deutlich zu verbessern, obwohl diese die mit Abstand geringsten Ø AQs aller angebotenen Lotterien aufweisen und somit z. B. die Ø AQ bei der selbst erfundenen Lotterie MiniLos (61,2 %) über viereinhalb Mal so hoch ist wie bei MegaMillions (13,5 %* - ohne Teilnahme am MegaPlier und bei Sofortauszahlung des Ø Gewinns in der ersten Gewinnklasse, auf Grundlage von 200 Ziehungen vom 01.11.2017 bis 28.09.2019).


Veranschaulichung der Jackpotwahrscheinlichkeit am Beispiel von EuroJackpot

An Jackpotwahrscheinlichkeiten bei Lotterien von eins zu mehreren Millionen scheinen sich die meisten Spieler bereits gewöhnt zu haben, denn trotz dieser äußerst schlechten Gewinnchancen, hindert sie dies nicht daran ihr Glück trotzdem zu versuchen. Unglaubliche 60 Millionen Tipps werden im Durchschnitt in Deutschland allein für LOTTO 6aus49 jede Woche abgegeben (Tipps die bei Wettanbietern wie Lottoland oder Lottohelden abgegeben werden, sind dabei noch nicht einmal enthalten). Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass die menschliche Vorstellungskraft begrenzt ist, was auch in Bezug auf sehr große Zahlen zutrifft. Doch selbst wenn man die Gewinnchancen nicht wüsste und auch nicht in der Lage wäre diese zu berechnen, lässt sich schon beim Ausfüllen eines Lottoscheins z. B. für LOTTO 6aus49 kaum erahnen, wie schlecht die Chance tatsächlich ist, alle sechs Zahlen richtig zu tippen. Denn der Verstand tendiert eher dazu zu glauben, dass dies vermutlich gar nicht so unwahrscheinlich sein wird, denn zum einem wird einem vorgetäuscht, man hätte sein Glück irgendwie selbst in der Hand, da man sich die Zahlen selber auswählen darf und man somit "nur" sechs Zahlen an der richtigen Stelle ankreuzen muss, zum anderen könnte man auch denken, dass es ja insgesamt nur 49 Kugeln gibt, von denen außerdem auch "nur" sechs gezogene mit meinen Zahlen übereinstimmen müssen.

Die Verschleierung der tatsächlichen Gewinnchancen aufgrund des Spielprinzips ist daher vermutlich ein weiterer Grund für die hohe Beliebtheit von Lotterien, während dagegen bei den Endziffern-Zusatzlotterien wie Spiel 77 oder Super 6 die schlechten Gewinnwahrscheinlichkeiten leichter erkennbar sind, was wohl mitverantwortlich dafür ist, weshalb der Spieleinsatz dort deutlich geringer als bei LOTTO 6aus49 ist. Denn betrachtet man sich die siebenstellige Losnummer auf dem Spielschein, sollte auch den weniger Mathematikbegabten auffallen, dass es dabei 10 Millionen verschiedene Zahlenkombinationen geben kann und somit die Gewinnchance z. B. auf den Jackpot beim Spiel 77 alles andere als gut ist. Da es auch die meisten Lottospieler ausschließlich auf den Jackpot abgesehen haben, was auch daran ersichtlich ist, dass die Anzahl der Lotterieteilnehmer deutlich steigt, je höher der Jackpot ist (obwohl sich die Chance auf den Jackpotgewinn selbstverständlich auch dann nicht verbessert, wenn dieser besonders hoch ist), möchte ich euch nun eine kleine Veranschaulichung am Beispiel der Lotterie EuroJackpot geben, wie unvernünftig es wäre nur aufgrund des Jackpots daran teilzunehmen:

Stellt euch vor ihr würdet in einem Transportunternehmen arbeiten und ihr hättet soeben den Auftrag erhalten mit einem LKW eine bestimmte Ware an einen Kunden auszuliefern. Die Fahrstrecke würde dabei 953 km betragen (also etwas länger als die Straßenstrecke, die man von München nach Rom oder von Stuttgart nach Budapest zurücklegen müsste). Bevor ihr nun losfahrt kommt euer Chef auf euch zu um euch folgendes mitzuteilen: "Wir haben da seit längerer Zeit ein kleines Glücksspiel am laufen, bei dem man aktuell 90 Millionen Euro gewinnen kann. Der Spieleinsatz dafür beträgt nur 0,96 €. Wenn du daran teilnehmen möchtest bekommst du von mir diesen kleinen Metallwürfel mit 1 cm Kantenlänge. Das einzige was du nun tun musst ist diesen Miniwürfel irgendwann während deiner gesamten Fahrzeit von knapp neuneinhalb Stunden (ausgehend von einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h) aus dem Fenster deines LKWs fallen zu lassen. Denn wir haben irgendwo auf dieser gesamten Fahrstrecke eine unsichtbare Markierung mit einer Länge von 1 cm über die gesamte Straßenbreite angebracht. Und solltest du nun das Glück haben, dass dieser Metallwürfel mit mehr als der Hälfte seiner Fläche diese Markierung bedeckt, dann hättest du das Geld gewonnen."

Welcher Mensch mit klarem Verstand würde sich wohl darauf einlassen? Doch genau so unwahrscheinlich wäre es den Jackpot bei der Lotterie EuroJackpot zu gewinnen. Der Spieleinsatz von 0,96 € im oben genannten Beispiel stellt dabei den Anteil des Gesamtpreises dar, der bei einem Tipppreis von 2 € nur für den Jackpot verwendet wird, da 48 % der gesamten Gewinnausschüttung in die erste Gewinnklasse fließt. Von den 2 €, die man für einen Tipp ausgeben muss, würde man somit bereits rund 1 € dafür verwenden, um am oben genannten Beispiel teilzunehmen. Hätte eine 1-Euro-Münze nur einen Durchmesser von 1 cm (statt 2,3 cm) würde man somit (wenn man mal von den 4 Cent Differenz absieht) 1 € aus dem Fester eines LKWs schmeißen, in der Hoffnung auf einer 953 km langen Strecke eine 1 cm lange Markierung zu treffen. Noch nicht einmal wenn die Markierung vom LKW aus deutlich sichtbar wäre, hätte man eine realistische Chance diese zu treffen, da man bei 100 km/h in nur einer Zehntelsekunde bereits eine Strecke von 2,78 m zurücklegen würde (also die 278-fache Länge der Markierung). Für das Geld, das man hier im wahrsten Sinne des Wortes zum Fenster raus schmeißt, könnte man z. B. selbst in Deutschland bereits rund 1 kg Haferflocken kaufen und damit theoretisch einem der rund 24.000 Menschen, die jeden Tag auf der Welt an Unterernährung sterben, das Leben für knapp zwei weitere Tage schenken.

Man sollte sich auch nicht davon täuschen lassen, dass es ja trotzdem immer wieder Spieler gibt, die den EuroJackpot knacken, und man sich deshalb vielleicht einredet, dass es durchaus möglich wäre, dass man auch selber mal dieses Glück haben könnte. Denn man darf hierbei nicht vergessen, dass auch die Tippanzahl, die von den meisten Spielern gerne übersehen wird, ebenfalls immens hoch ist. Beim maximalen Jackpot von 90 Millionen Euro werden in der Regel bereits über 30 Millionen Tipps pro Ziehung abgegeben. Bezugnehmend auf unser Beispiel würde man damit durch Aneinanderreihung der 1 cm langen Metallwürfel (ein Würfel je Tipp) bereits eine Strecke von mindestens 300 km pro Ziehung abdecken, was 31,5 % der Gesamtstrecke entspricht. Bei derart vielen Versuchen ist es daher verständlicherweise nur eine Frage der Zeit, bis die Markierung tatsächlich von irgend einem Spieler getroffen wird. An der extrem schlechten Gewinnchance für den einzelnen Spieler ändert sich dadurch aber selbstverständlich nicht das geringste.

Auch wenn man in die oben genannte Veranschaulichung noch die Gewinnklasse 2 (Ø 506.516 €) und 3 (Ø 102.155 €) mit einfließen lassen würde (da ja manche Spieler vielleicht nicht nur deshalb an der Lotterie EuroJackpot teilnehmen um unbedingt den Jackpot zu knacken, sondern auch weil man die Hoffnung hat wenigstens in einer der beiden darunterliegenden Gewinnklassen zu landen, weil einem auch dort noch ein nettes Sümmchen erwartet und man sich außerdem einredet, dass ja die Gewinnchance in diesen Gewinnklassen um einiges besser ist) würde sich lediglich folgendes ändern: Der Spieleinsatz würde sich von 0,96 € auf 1,19 € erhöhen und dafür würde man irgendwo auf der 953 km langen Strecke noch eine zweite Markierung mit einer Länge von 16 cm (entspricht Gewinnklasse 2) und eine dritte Markierung mit einer Länge von 28 cm (entspricht Gewinnklasse 3) anbringen. Somit müsste auch dann noch jeder rational denkende Mensch zu der Erkenntnis gelangen, dass eine Teilnahme an diesem Glücksspielangebot nur rausgeworfenes Geld wäre. Spieler die selbst nur deshalb an EuroJackpot teilnehmen, weil sie sich sogar noch mit einem Gewinn in den anderen Gewinnklassen anfreunden könnten, sollten dann besser auf eine andere Lotterie umsteigen, da die Ø AQs der übrigen Gewinnklassen viel zu gering sind. Im Vergleich zur Gewinnklasse 4 von EuroJackpot gewinnt man z. B. bei "KENO (Typ 8)" 10.000 € (statt Ø 4.238 €), bei einem Spieleinsatz von nur 1 € (statt 2 €) und einer sogar noch deutlich besseren Gewinnchance von nur 1 zu 74.941 (statt 1 zu 423.752).


Zusätzliche Anmerkungen zu den Ø AQs

Die für diesen Beitrag berechneten Ø AQs sind nur bei den Gewinnklassen exakt zutreffend, bei denen es keine Beschränkungen in der Gewinnauszahlung gibt. Bei Gewinnklassen, die in den AGB in Abschnitt 11.1 als Typ A oder Typ B gekennzeichnet sind oder bei denen gemäß Abschnitt 10.12 die Auszahlungsbeträge begrenzt sind, kann die tatsächliche Ø AQ nicht exakt berechnet werden, da diese dann von der Anzahl der abgegebenen Tipps bei ELBL (wozu nicht nur Lottohelden sondern auch Lottoland zählt) abhängig ist und Lottohelden bei keiner Lotterie angibt, wie viele Tipps bei ELBL abgegeben wurden oder wie viele Gewinner es bei ELBL in den einzelnen Gewinnklassen gibt. Bei Gewinnklassen vom Typ A oder Typ B berechnet sich die Gewinnauszahlung an die Gewinner von Lottohelden, indem der bei der Originallotterie für diese Gewinnklasse insgesamt zur Verfügung gestellte Gewinn (sofern Lottohelden diese nicht in der Spielbeschreibung durch eigene Gewinnbeträge ersetzt hat, wie z. B. bei Cash4Life, MiniLotto und MiniLos) durch die Anzahl der Gewinner bei ELBL (Lottohelden + Lottoland) und der Originallotterie geteilt wird. Sollte es daher z. B. bei MiniLotto (dort wird von Lottohelden der Höchstgewinn mit 100.000 € angegeben) einen Gewinner bei Lottohelden, einen Gewinner bei Lottoland und drei Gewinner bei der regulären Lotterie geben (mit jeweils 5 Richtigen), so bekommt der Gewinner von Lottohelden nur 20.000 € ausbezahlt. In jeder Gewinnklasse mit Gewinnbeschränkung, würde sich somit die tatsächliche Ø AQ umso stärker reduzierten, je höher die Anzahl der abgegebenen Tipps über Lottohelden und Lottoland in dieser Lotterie ist. Hier zwei vereinfachte Beispiele, die dies verdeutlichen sollen:

Beispiel 1: Würden beim LOTTO 6aus49 sowohl bei der Originallotterie als auch bei ELBL 139.838.160 unterschiedliche Tipps abgegeben werden, würde es in beiden Fällen genau einen Jackpotgewinner geben. Bei der Originallotterie würde dieser jedoch rund 8.950.000 € als Gewinn erhalten (sofern der Jackpot eine Ziehung zuvor geknackt wurde), während der Gewinner bei Lottohelden oder Lottoland nur die Hälfte davon ausbezahlt bekommen würde. Da auch die zweite Gewinnklasse dieser Beschränkung unterliegt, würde man auch hier nur die Hälfte des offiziellen Gewinns ausbezahlt bekommen. In diesem Fall würde sich die AQ bei Lottohelden in den ersten beiden Gewinnklassen dieser Lotterie halbieren und die Gesamt-AQ läge nur noch bei 44,95 %. Das ungerechte an dieser Regelung von Lottohelden ist, dass bei jedem abgegebenen Tipp bei der Originallotterie sich auch der Jackpotbetrag erhöht - mit jedem abgegebenen Tipp bei Lottohelden oder Lottoland dagegen nicht. Wären daher alle Tipps, die bei ELBL abgegeben wurden, bei der Originallotterie abgegeben worden (und damit jede Tippmöglichkeit doppelt), hätte es zwar dort zwei Jackpotgewinner gegeben, da aber auch der Jackpot in diesem Fall doppelt so hoch gewesen wäre, hätte dennoch jeder Spieler rund 8.950.000 € als Gewinn erhalten.

Beispiel 2: Würde bei der Lotterie MiniLos jede Tippmöglichkeit zwei Mal über Lottohelden abgegeben werden (2 Millionen Tipps), würde es in dieser Ziehung zwei Gewinner mit 6 Richtigen geben und Lottohelden müsste, sofern es keinen Gewinner bei der Originallotterie in der höchsten Gewinnklasse gibt, nur 50.000 € an jeden Gewinner auszahlen (anstelle von 100.000 €, wenn es keine Gewinnbeschränkung geben würde). In diesem Fall würde sich die AQ in der ersten Gewinnklasse von 10 % auf 5 % reduzieren und die Gesamt-AQ läge nur noch bei 56,16 % (anstelle von 61,16 % ohne Gewinnbeschränkung).

Je mehr Tipps jedoch in einer Lotterie abgegeben werden, desto wahrscheinlicher ist es natürlich, dass dabei auch gleiche Tipps vorhanden sind. Dieser Umstand bewirkt, dass Lottohelden bei festgesetzten Höchstbeträgen im Ø noch deutlich weniger Geld für die Gewinner auszahlen muss, als es bei ausschließlich unterschiedlichen Tipps der Fall wäre. Zum Beispiel würde es bei der Lotterie MiniLos bei genau 1.000.000 unterschiedlichen Tipps je Ziehung immer einen Spieler geben, dem Lottohelden die 100.000 € als Gewinn auszahlen müsste. Da es jedoch jedem Spieler frei steht 6 Zahlen zwischen 0 und 9 auszuwählen, unabhängig davon was die Spieler zuvor für Zahlen gewählt haben, liegt die Wahrscheinlichkeit bei nicht unerheblichen 36,79 %, dass selbst bei 1.000.000 abgegebenen Tipps kein Spieler alle 6 Zahlen richtig getippt hat. Wenn somit im Ø bei jeder Ziehung 1.000.000 Tipps abgegeben würden, müsste Lottohelden in rund 37 % aller Ziehungen die 100.000 € nicht an die Spieler ausschütten und könnte diese komplett für sich behalten, da Lottohelden in diesem Fall auch keine Rücklagen bilden müsste, weil bei der nächsten Ziehung mit 1.000.000 Tipps wieder genug Geld zusammenkommt, um die 100.000 € (10 % der Gesamteinnahmen) für die erste Gewinnklasse bereitstellen zu können und Lottohelden durch die Beschränkung des Höchstgewinns kein Risiko hat, diese 100.000 € jemals an mehrere Gewinner mehrmals auszahlen zu müssen.

Fakt ist somit, dass z. B. bereits bei im Ø nur 1.000.000 abgegebenen Tipps pro Ziehung bei der Lotterie MiniLos die Ø AQ in der höchsten Gewinnklasse nur noch bei 6,32 % liegen würde (also 36,79 % weniger als die berechneten 10 %, die für den Fall, dass es keine Gewinnbeschränkung geben würde, zutreffend wäre) und sich somit die Ø Gesamt-AQ von 61,16 % auf nur noch 57,49 % reduzieren würde. Selbst bei im Ø nur 500.000 abgegebenen Tipps pro Ziehung würde sich die Ø AQ in der höchsten Gewinnklasse bereits um 21,31 % auf 7,87 % reduzieren. Und da auch bei im Ø 2.000.000 abgegebenen Tipps pro Ziehung die Wahrscheinlichkeit immer noch bei 13,53 % liegt, dass kein Spieler 6 Richtige getippt hat, würde in diesem Fall die Ø AQ in der höchsten Gewinnklasse sogar nur bei 4,32 % liegen (und wäre damit sogar noch geringer als die im zweiten Beispiel angegebenen 5 %, da ja in Wirklichkeit auch gleiche Tipps abgegeben werden können).

Lottohelden sollte daher bei allen Lotterien mit Gewinnbeschränkungen zumindest die Anzahl der Gewinner bei ELBL in den jeweiligen Gewinnklassen in der Tabelle mit den Gewinnquoten in einer zusätzlichen Spalte veröffentlichen. Noch besser wäre es, wenn man auch noch die Anzahl der bei ELBL abgegebenen Tipps angeben würde. Dies würde die Transparenz und vermutlich auch die Akzeptanz dieser Spiele deutlich erhöhen, da der Spieler dadurch besser abschätzen kann, ob Gewinnbeschränkungen bei diesen Lotterieangeboten gerechtfertigt sind. Dass diese Angaben von Lottohelden und Lottoland verschwiegen werden, deutet für mich darauf hin, dass dies wohl eher nicht der Fall ist.


Zusätzliche Informationen zu den Sportwetten

Auch wenn eine ausführliche Analyse der Sportwetten, aufgrund der Vielzahl an Sportarten und Wettmöglichkeiten und der sich ständig ändernden Gewinnquoten nahezu unmöglich ist, möchte ich die Sportwetten von Lottohelden in diesem Beitrag trotzdem nicht ganz unerwähnt lassen, da diese im Vergleich zu den anderen Glücksspielen deutlich empfehlenswerter sind. Denn alle Sofortlotterien und Rubbellose haben den großen Nachteil, dass man darauf vertrauen muss, dass die Computersoftware auch tatsächlich zufällige Zahlen bzw. Lose zieht und somit keine Manipulationen stattfinden. Bei vielen Onlinespielen (insbesondere bei den Automatenspielen) lassen sich die Ø AQs nicht einmal selber berechnen, so dass einem als Spieler nichts anderes übrig bleibt, als sich auf den in der Spielbeschreibung angegebenen Wert zu verlassen. Bei den Rubbellosen können die Ø AQs zwar wieder selber berechnet werden, allerdings muss man dort als weiteren Nachteil darauf vertrauen, dass in den veröffentlichten Gewinntabellen die Anzahl der Gesamtlose und Lose in den einzelnen Gewinnklassen auch tatsächlich korrekt angegeben wurden (außerdem sind die Ø AQs im Vergleich zu den Roulette- und Bingospielen sowie "KENO Sofort!" auch noch deutlich schlechter). Bei den Lotterien braucht man sich zwar weder um Manipulationen (abgesehen von den vier Lotterien bei denen die Ziehung jeweils von Lottohelden selbst durchgeführt wird) noch um falsche Angaben des Wettanbieters bezüglich der Gewinnwahrscheinlichkeiten in den einzelnen Gewinnklassen (da man diese selber berechnen und überprüfen kann - wie einfach das geht und wie man anhand der Gewinnchancen auch die Ø AQs bzw. Ø Gewinne selber berechnen kann, könnt ihr übrigens in meinem Beitrag hier erfahren) Sorgen zu machen, hat dort aber das Problem, dass die Ø AQs mit zum Teil unter 50 % extrem schlecht sind.

Bei den Sportwetten von Lottohelden muss man dagegen keine dieser Nachteile in Kauf nehmen. Denn erstens sind die Ø AQs mit teilweise über 95 % sehr hoch (mit dem zusätzlichen Vorteil, dass auch nicht ein Großteil davon in Gewinnklassen fließt, die nur mit Wahrscheinlichkeiten von eins zu mehreren Millionen erreicht werden und die man daher als Spieler höchstwahrscheinlich niemals zu Lebzeiten erreichen wird), zweitens hat Lottohelden keine Möglichkeit das Sportereignis zu beeinflussen (es besteht also keine Manipulationsgefahr) und drittens ist man zur Berechnung der Ø AQs auf keine zusätzlichen Angaben von Lottohelden angewiesen, die möglicherweise falsch sein könnten und auf die man sich somit nicht verlassen kann. Infolgedessen stellen Sportwetten somit die mit Abstand besten Glücksspiele mit dem geringsten Verlustpotenzial dar, auch wenn man dabei leider keine Millionengewinne erzielen kann. Allerdings gibt es auch bei den Sportwetten je nach Sportart große Unterschiede bei den Ø AQs. Bevor man daher auf den Ausgang eines Sportereignisses wettet, wäre es daher angebracht zu überprüfen, wie hoch hierbei die Ø AQ ist. Denn diese lässt sich sehr einfach nach folgender Formel berechnen (der blaue Formelabschnitt entfällt, wenn ein Unentschieden nicht möglich ist. Bei den beiden Beispielen handelt es sich um Gewinnquoten die auch tatsächlich von Lottohelden vergeben wurden):

1/(1/"Gewinnquote Heimsieg"+1/"Gewinnquote Unentschieden"+1/"Gewinnquote Auswärtssieg")

Beispiel 1: Für ein Fußballbundesliga-Match wurden die Gewinnquoten 8,2 + 5,2 + 1,38 vergeben, was somit eine Ø AQ von 96,26 % ergibt.
Beispiel 2: Für ein Badminton-Match wurden die Gewinnquoten 1,54 + 2,21 vergeben, was somit eine Ø AQ von 90,76 % ergibt.

Ein Nachteil ist jedoch, dass Lottohelden (gemäß Abschnitt 13.23 der AGB) von sämtlichen Gewinnen bei Sportwetten noch 5 % an "Steuern" abzieht (die sich Lottohelden allerdings größtenteils in die eigenen Taschen schiebt, da Lottohelden als Wettanbieter mit Sitz in Malta deutlich weniger als 5 % Steuern auf die Umsätze bei Sportwetten bezahlen muss). Die berechneten Ø AQ müssen daher noch mit 0,95 multipliziert werden, was in den beiden oben genannten Beispielen somit eine Ø AQ von effektiv nur noch 91,45 % (Beispiel 1) bzw. 86,22 % (Beispiel 2) ergibt.


Detaillierte Gewinntabellen der Spielangebote

Da Zahlen bekanntlich nicht lügen können und auch mehr als 1000 Worte sagen, veröffentliche ich als abschließenden Höhepunkt dieses Beitrags noch meine detaillierten Berechnungstabellen von allen analysierten Spielangeboten von Lottohelden mit Wahrscheinlichkeiten, Ø AQs und Gewinnen in den einzelnen Gewinnklassen, inklusive einer Rankingübersicht aller Lotterien, System-Chancen, HotPicks, XXL-Chancen, Spielgemeinschaften, Rubbellose und Onlinespiele. Dazu sind folgende Anmerkungen zu beachten:

1. Bei Spielen, bei denen der Spieleinsatz selbst gewählt werden kann, wurde in der Regel mit dem günstigsten Preis kalkuliert. Mengenrabatte oder gelegentlich angebotene Sonderpreise wurden nicht berücksichtigt. Sollte der tatsächlich zu zahlende Preis pro Tipp ein anderer sein als in den unten stehenden Berechnungstabellen angegeben, so ändern sich alle Ø AQs der Spiele nach folgender Formel: tatsächliche Ø AQ = angegebene Ø AQ * angegebener Preis pro Spiel / tatsächlicher Preis pro Spiel
2. Gewinne die nicht variabel sind, sind unterstrichen, ebenso wie die AQs, die bei den entsprechenden Originallotterien nicht variabel sind (bzw. nicht variabel wären, wenn die Lotterien zum gleichen Preis wie bei Lottohelden bei unveränderter Gewinnauszahlung angeboten würden).
3. In den jeweils höchsten Gewinnklassen wurden zum einfacheren Vergleich nicht die genauen Ausschüttungsweisen angegeben (z. B. Mindestjackpotsummen, Boosterfonds, Reservefonds, Auszahlung in Raten, Aufteilung der Gewinnbeträge bei mehreren Gewinnern) sondern stattdessen anhand der Wahrscheinlichkeiten bei festen Gewinnen einfach die theoretische AQ berechnet, bzw. der theoretische Gewinn anhand des Ausschüttungsanteils, der für diese Gewinnklasse bei der Originallotterie insgesamt zur Verfügung gestellt wird.
4. Die derzeit angebotene Spielgemeinschaft "Elfmeter" wurde in der Auswertung nicht berücksichtigt, da sie nur für kurze Zeit angeboten wird. Der Aufpreis auf den fairen Preis liegt bei bei 12 % (Ø AQ 44,6 %) und zählt damit im Vergleich zu den anderen Spielgemeinschaften zu den deutlich schlechteren, die man somit auf keinen Fall spielen sollte.


* Die angegebenen Werte sind abhängig vom Wechselkurs und wurden mit 1,10 Schweizer Franken bzw. 1,10 US-Dollar je Euro berechnet.



Hinweis: Dieser Beitrag ist auch über den Link lottohelden.lotteriecheck.de zu erreichen. Diesen Link könnt ihr daher gerne zur Weiterempfehlung dieser Seite verwenden, falls euch dieser Beitrag gefallen haben sollte. Alternativlink: lh.lotteriecheck.de

Dieser Beitrag wurde schon 94 mal editiert, zum letzten mal von Lottoexperte am 26 Oct, 2020 00:00 14.

12 Nov, 2017 20:45 11 Lottoexperte ist online Email an Lottoexperte senden Homepage von Lottoexperte Beiträge von Lottoexperte suchen Nehmen Sie Lottoexperte in Ihre Freundesliste auf
AndL
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smile Einsparung von Scheingebühren Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag. Mir sind die steigenden Gebühren verschiedener Online-Anbieter schon seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge.

Ich bin mal einem der angegebenen Links gefolgt und zumindest auf LottoStar24 scheint es so zu sein, dass die Seite nach wie vor gebührenfrei ist. Auch habe ich diese durchaus überzeugende Rezension gefunden --> https://www.stadtzeitung.de/bobingen/lok...gen-d49051.html

Ich werde Sie in jedem Fall als Alternative zu Lottohelden testen.
Außerdem habe ich dort einen, aus meiner Sicht, guten und übersichtlichen Artikel zu dem Thema Lotto und Gebühren gefunden
--> https://www.lottostar24.com/de/magazin/l...-ohne-gebuehren

Ich bin in jedem Fall mal gespannt wie es läuft daum

Gruß
Andi

27 Feb, 2019 11:02 45 AndL ist offline Email an AndL senden Beiträge von AndL suchen Nehmen Sie AndL in Ihre Freundesliste auf
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RE: Analyse und Auswertung der Spielangebote von Lottohelden Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Lottoexperte

Einleitend sei noch erwähnt, dass ich mit diesem Beitrag keine Empfehlung für irgendein bestimmtes Spielangebot aussprechen möchte.

Denn ganz unabhängig davon, wie hoch die durchschnittliche Ausschüttungsquote (in diesem Beitrag mit "Ø AQ" abgekürzt) auch sein mag, so verliert man doch in den allermeisten Fällen bei jedem Glücksspiel Geld.

Der Zweck dieses Beitrags ist somit aufzuzeigen, bei welchen Spielen man längerfristig rein mathematisch betrachtet die größten bzw. geringsten Verluste zu beklagen hat.

Dieser Beitrag wurde schon 87 mal editiert, zum letzten mal von Lottoexperte am 03 Jan, 2020 02:11 57




daum

Hinweis für "EuroMillionen(s):

Änderungen werden am 1. Februar 2020 in Kraft treten.

Sobald der 200.000.000 € Jackpot-Rekord gewonnen ist, wird der neue Jackpot-Rekord für die nächste Runde auf

€ 210.000.000 , dann
€ 220.000.000 ,
€ 230.000.000 ,
€ 240.000.000 , bis zu einem Maximum von
€ 250.000.000 , festgelegt!

Es gibt 3 Sonderziehungen pro Jahr mit einem garantierten Jackpot von ca. 130.000.000 € statt der bisherigen 2.

=> https://www.e-lotto.be/DE/campaign/drawG...lions/evolution

25 Jan, 2020 19:17 40 Ecart ist offline Email an Ecart senden Beiträge von Ecart suchen Nehmen Sie Ecart in Ihre Freundesliste auf
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Achtung Änderungen bei EuroMillions ab Februar 2020 Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Vielen Dank für diesen Hinweis! Ich werde die Änderungen bei EuroMillions bei der nächsten Aktualisierung (Nr. 88) meines Beitrags berücksichtigen. Die offiziellen Regeländerungen findet man übrigens hier. Daraus geht hervor, dass von der Umstellung nur diejenigen Spieler profitieren, die auch tatsächlich den Jackpot knacken (also so gut wie niemand). Alle anderen Gewinner bei EuroMillions werden nach der Umstellung in Wirklichkeit die großen Verlierer sein, da ab dem 1. Februar 2020 nur noch 40 % (statt bislang 52 %) der gesamten Gewinnausschüttung für die Gewinnklassen 2 bis 13 bereitgestellt werden, was eine Gewinnreduzierung in jeder dieser Gewinnklassen zur Folge hat. Im Detail sehen die theoretischen durchschnittlichen Gewinne in diesen Gewinnklassen dann folgendermaßen aus:

GK 02 | 5+1 | Bislang: 303.798 € | Zukünftig: 200.738 € | Gewinnreduzierung: 34 %
GK 03 | 5+0 | Bislang: 31.448 € | Zukünftig: 20.851 € | Gewinnreduzierung: 34 %
GK 04 | 4+2 | Bislang: 3.076 € | Zukünftig: 1.299 € | Gewinnreduzierung: 58 %
GK 05 | 4+1 | Bislang: 164,08 € | Zukünftig: 119,64 € | Gewinnreduzierung: 27 %
GK 06 | 3+2 | Bislang: 104,10 € | Zukünftig: 57,49 € | Gewinnreduzierung: 45 %
GK 07 | 4+0 | Bislang: 57,73 € | Zukünftig: 39,50 € | Gewinnreduzierung: 32 %
GK 08 | 2+2 | Bislang: 18,97 € | Zukünftig: 14,09 € | Gewinnreduzierung: 26 %
GK 09 | 3+1 | Bislang: 14,37 € | Zukünftig: 11,26 € | Gewinnreduzierung: 22 %
GK 10 | 3+0 | Bislang: 12,08 € | Zukünftig: 9,32 € | Gewinnreduzierung: 23 %
GK 11 | 1+2 | Bislang: 10,22 € | Zukünftig: 6,75 € | Gewinnreduzierung: 34 %
GK 12 | 2+1 | Bislang: 8,05 € | Zukünftig: 5,58 € | Gewinnreduzierung: 31 %
GK 13 | 2+0 | Bislang: 4,40 € | Zukünftig: 4,00 € | Gewinnreduzierung: 9 %

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Lottoexperte am 27 Jan, 2020 13:02 39.

26 Jan, 2020 00:28 39 Lottoexperte ist online Email an Lottoexperte senden Homepage von Lottoexperte Beiträge von Lottoexperte suchen Nehmen Sie Lottoexperte in Ihre Freundesliste auf
Mottenklopper Mottenklopper ist männlich
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Danke für die Auswertung der "HotPicks", da hatte ich schon drauf gewartet :-))

wink

22 Feb, 2020 01:44 36 Mottenklopper ist offline Homepage von Mottenklopper Beiträge von Mottenklopper suchen Nehmen Sie Mottenklopper in Ihre Freundesliste auf
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"Hello Monday Lotterie" Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hallo Lottoexperte,

die Lottohelden haben wieder einmal eine neue Lotterie auf den Markt gekippt :

    "Hello Monday Lotterie"

    Meine unmaßgebliche Meinung : Finger weg !

Wir freuen uns auf Deine teifergehende Expertise,


Mit besten Grüßen

Peter K.

.

06 Jul, 2020 12:27 47 Peter K. ist online Email an Peter K. senden Beiträge von Peter K. suchen Nehmen Sie Peter K. in Ihre Freundesliste auf
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Beiträge: 65

neue Lotterie "Hello Monday" Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Danke für den Hinweis zu der neuen Lotterie von Lottohelden. Eigentlich wollte ich mir mit der nächsten Beitragsaktualisierung noch etwas Zeit lassen, aber weil es jetzt eine neue Lotterie gibt und es wohl doch ein paar Nutzer dieses Forums gibt, die vielleicht schon gespannt darauf sind wie diese Lotterie im Ranking abschneiden wird, möchte ich euch nicht länger warten lassen. Daher kündige ich hiermit an, dass es die nächste Aktualisierung bereits an diesem Wochenende (11.07. oder 12.07.) geben wird.

06 Jul, 2020 20:43 25 Lottoexperte ist online Email an Lottoexperte senden Homepage von Lottoexperte Beiträge von Lottoexperte suchen Nehmen Sie Lottoexperte in Ihre Freundesliste auf
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Neues Update zu den analysierten Spielangeboten von Lottohelden Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Nachdem nun schon wieder über drei Monate seit der letzten Aktualisierung vergangen sind, habe ich mal wieder ein Update von den analysierten Glücksspielangeboten von Lottohelden erstellt, da sich in der Zwischenzeit einige Veränderungen ergeben haben.

Update vom 25.10.2020:

- Die Preisübersicht in der Tabelle zu Beginn des Beitrags wurde aktualisiert.
- Die Lotterie "LOTTO 6aus49" wurde mit dem neuen Gewinnplan und dem neuen Tipppreis aktualisiert, der seit dem 23.09.2020 gilt (für mehr Details siehe hier). Darüber hinaus wurden natürlich auch alle System-Chancen und Spielgemeinschaften die mit LOTTO 6aus49 in Verbindung stehen aktualisiert.
- Die Lotterie "EuroMillions" (inklusive System-Chancen und allen mit dieser Lotterie verbundenen Spielgemeinschaften) wurde mit dem verschlechterten Gewinnplan aktualisiert, der seit dem 25.09.2020 gilt (für mehr Details siehe hier) und bei dem zum Tipppreis von 3 € die Zusatzlotterie "2. Chance" jetzt nicht mehr inklusive ist. Dies war neben "SonntagsLotto" (für mehr Details siehe hier) somit bereits die zweite Verschlechterung einer Lotterie in diesem Jahr.
- Die Lotterie "Hello Monday" wurde mit der zusätzlichen Gewinnklasse und den veränderten Gewinnbeträgen aktualisiert, die sei dem 05.10.2020 gelten.
- Es wurden sechs neue Spielgemeinschaften hinzugefügt (LOTTO 5, 10 und 15 + EuroJackpot 5, 10 und 15).
- Es wurden sechs neue Rubbellose hinzugefügt (Catch 3 Bonus, Catch 3 Multiple, Miami Cash, Gewonnen?, Rubbel Blasen und Schachmatt).
- Es wurden die Ø AQs von 65 neuen Spielen hinzugefügt.

26 Oct, 2020 12:45 59 Lottoexperte ist online Email an Lottoexperte senden Homepage von Lottoexperte Beiträge von Lottoexperte suchen Nehmen Sie Lottoexperte in Ihre Freundesliste auf
 
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